Geflüchtete: Start ins Studium oft mit großem Zeitverzug

DZHW3

Wie gestalten sich die Wege ins Studium für Geflüchtete? Welche Herausforderungen erfahren sie auf dem Weg dorthin? Woraus schöpfen sie Kraft und wo erleben sie Grenzen? Diese Fragen untersucht das DZHW in seinem Projekt »Wege von Geflüchteten an deutsche Hochschulen (WeGe)«. erste Ergebnisse wurden gerade veröffentlicht.

Viele der Herausforderungen, mit denen sowohl die Hochschulen als auch die Geflüchteten kämpfen, können von ihnen nicht unmittelbar beeinflusst werden. Sie begründen sich vielmehr in den integrationspolitischen Rahmenbedingungen, der Finanzierungs- und Wohnsituation der studieninteressierten Geflüchteten sowie darin, dass z.B. die Integrations- und Sprachkurse außerhalb der Hochschulen nicht immer auf die Anforderungen fortgeschrittener Sprachkurse an den Hochschulen selbst vorbereiten. Zudem ist die Konkurrenz um Plätze in Vorbereitungskursen und Sprachzentren sehr groß. Zusammengenommen führt dies dazu, dass sich der Studienstart für Geflüchtete entgegen der eigenen Erwartungen stark verzögern kann, auch wenn sie beispielsweise in ihrem Heimatland bereits ein Abitur abgelegt haben oder schon dort ein Studium begonnen hatten.

Hintergrund
Das Projekt WeGe begleitet studieninteressierte Geflüchtete und internationale Studierende, die an deutschen Hochschulen und Studienkollegs einen studienvorbereitenden Sprachkurs oder einen fachlichen Schwerpunktkurs besuchen, auf ihrem Weg ins Studium. Zunächst werden qualitativ-explorative Einzelinterviews mit Geflüchteten sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an Hochschulen und Studienkollegs geführt. Anschließend wird es Fragenbogenerhebungen und Onlinebefragungen von Kursteilnehmerinnen und -teilnehmern an diesen Einrichtungen geben. Das Projekt läuft noch bis Ende 2020.

 

 

Anspruchslöhne von Geflüchteten sinken mit längerer Aufenthaltsdauer
Die Anspruchslöhne von erwerbslosen Geflüchteten liegen in den ersten beiden Jahren nach der Zuwanderung über dem durchschnittlichen Niveau von anderen Migrantengruppen in Deutschland. Mit zunehmender Aufenthaltsdauer sinken sie. Im Durchschnitt...
Bildungspolitische Maßnahmen zur Integration von Ukraine-Geflüchteten
Was die Deutschen befürworten  Eine Mehrheit der Deutschen (58 Prozent) ist der Meinung, dass die ukrainischen Geflüchteten sofort durch Bildungsmaßnahmen integriert werden sollten. Verschiedene Maßnahmen für Erwachsene stoßen auf deutliche...
Ukraine-Krise verschärft Lehrermangel weiter
Geflüchtete Ukrainer: Zusätzlich 13.500 Lehrkräfte und 11.400 Erzieher notwendig Aufgrund des Kriegs in ihrem Heimatland dürften sich mindestens 3,5 Prozent der ukrainischen Kinder und Jugendlichen inzwischen in Deutschland aufhalten. Damit sie...

Mastodon
Wir benutzen Cookies
Der BildungsSpiegel setzt auf seiner Website sog. Cookies ein. Einige von ihnen sind für den reibungslosen Betrieb essentiell, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern. Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Website zur Verfügung stehen.