Kompetenzzentren für digitale Bildung: DIPF unterstützt Vernetzung und Transfer

DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation

In Deutschland werden derzeit vier »Kompetenzzentren für digitales und digital gestütztes Unterrichten in Schule und Weiterbildung« aufgebaut.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert nun einen von der Universität Potsdam koordinierten länderübergreifenden Verbund, der die Kompetenzzentren bei ihrer Vernetzung und beim Transfer der Ergebnisse in die Bildungspraxis unterstützt.

Das DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation ist eine der zwölf Partnereinrichtungen des Verbundes und wird vor allem seine Expertise im Bereich digitaler Infrastrukturen und Forschungssynthesen einbringen.

Im Bereich der digitalen Infrastrukturen wird das DIPF unter anderem den Aufbau der zentralen Website der Kompetenzzentren unterstützen, technisch verantworten und an andere Angebote anschlussfähig gestalten. Diese Plattform soll dem Wissenstransfer in die breite Öffentlichkeit dienen und zugleich auch in einem geschützten Bereich als Austauschstruktur für die Kompetenzzentren fungieren. Sie wird zudem am DIPF gehostet.

Das Institut hat große Erfahrung in diesem Feld, stellt es doch seit vielen Jahren zentrale Forschungs- und Informationsinfrastrukturen für die Bildungsforschung und die Erziehungswissenschaft in Deutschland bereit. Dazu gehören zum Beispiel der Deutsche Bildungsserver, das Fachportal Pädagogik und der Verbund Forschungsdaten Bildung.

Darüber hinaus wird das DIPF im Rahmen des neuen, die Kompetenzzentren unterstützenden Verbundes Forschungsergebnisse bündeln und für die Praxis aufbereiten. Dazu werden vor allem Forschungssynthesen eingesetzt. Zudem werden die Expert*innen des Instituts neue Formate und Automatisierungspotenziale für solche Synthesen entwickeln.

Das DIPF ist in diesem Bereich bereits vielfältig aktiv. Das Institut gibt beispielsweise eine Buchreihe heraus, die den Forschungsstand und die Forschungsperspektiven in Bezug auf die Digitalisierung in der Bildung strukturiert und systematisch zusammenfasst. In einem weiteren Projekt erfasst das Institut zurzeit Wissenschaft-Praxis-Partnerschaften in Deutschland nach internationalen Kriterien und untersucht deren Potenziale, Hemmnisse und Entwicklungsperspektiven. In dem neuen Verbund werden neben dem DIPF auch die Universität Tübingen und die TU München zu Forschungssynthesen arbeiten.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert die Arbeiten des DIPF im Rahmen der neuen Vernetzungs- und Transferstelle mit insgesamt rund 2,5 Millionen Euro.

Vier Kompetenzzentren mit der Transfer- und Vernetzungsstelle als Dach

Die Kompetenzzentren werden sich auf vier Schwerpunkte konzentrieren: Das erste wird sich mit Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik befassen, das zweite mit Sprachen, Wirtschaft und Gesellschaftswissenschaften, das dritte mit Musik, Kunst und Sport und das vierte mit der Schulentwicklung. Aufgabe der Zentren ist es, innovative und wirksame Methoden für die digitalisierungsbezogene Professionalisierung von Lehrkräften sowie für die digitale Transformation an Schulen zu entwickeln. Die in Potsdam geleitete Transfer- und Vernetzungsstelle bildet dazu die Dachstruktur und wird auch eng mit Schulbehörden, Landesinstituten, Bildungspolitik und -verwaltung zusammenarbeiten.

Hintergrund
Das DIPF ist das Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation mit Standorten in Frankfurt am Main und in Berlin. Es will dazu beitragen, Herausforderungen in der Bildung und für das Erforschen von Bildung zu bewältigen. Dafür unterstützt das Institut Schulen, Kindertagesstätten, Hochschulen, Wissenschaft, Verwaltung und Politik mit Forschung, digitaler Infrastruktur und Wissenstransfer. Übergreifendes Ziel seiner Aktivitäten ist eine qualitätsvolle, verantwortliche, international anschlussfähige und Gerechtigkeit fördernde Bildung, die zudem bestmöglich erforscht werden kann.


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