Mit Weiterbildung durch den Strukturwandel

Rheinland-Pfalz: Arbeitslosigkeit sinkt – Landesregierung setzt auf Weiterbildung als Stabilitätsfaktor
Die Zahl der Arbeitslosen in Rheinland-Pfalz ist im Oktober 2025 erneut gesunken. Nach Angaben des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung (MASTD) liegt die Arbeitslosenquote nun bei 4,5 Prozent und damit 0,2 Punkte unter dem Vormonat. Besonders in den Regionen Trier und Rheinhessen sei die Entwicklung positiv verlaufen.
Die Landesregierung betonte, dass die robuste wirtschaftliche Lage und gezielte arbeitsmarktpolitische Maßnahmen diesen Trend gestützt hätten.
Weiterbildung als zentrales Instrument
Ministerpräsident Alexander Schweitzer erklärte, Weiterbildung bleibe der entscheidende Faktor, um Menschen im Wandel der Arbeitswelt zu stärken. Er hob hervor, dass die Förderprogramme des Landes gezielt darauf ausgerichtet seien, berufliche Kompetenzen zu erweitern und Fachkräfte in der Transformation zu sichern.
Schweitzer sagte, die Digitalisierung, der demografische Wandel und die Klimawende veränderten Arbeitsprozesse dauerhaft. Wer sich weiterbilde, bleibe beruflich auf dem neuesten Stand und erhöhe seine Beschäftigungschancen deutlich.
Fokus auf Fachkräftesicherung
Die Landesregierung sieht in der Weiterbildung auch eine Antwort auf den zunehmenden Fachkräftemangel. Viele Betriebe in Rheinland-Pfalz suchten händeringend nach qualifiziertem Personal.
Durch Programme wie die Landesinitiative »Zukunft durch Weiterbildung« und die Unterstützung der Regionalen Transformationsnetzwerke sollen Unternehmen und Beschäftigte gleichermaßen profitieren. Ziel sei es, Qualifizierung so einfach und praxisnah wie möglich zu gestalten.
Integration und Teilhabe
Neben der Fachkräftesicherung legt das Land Wert auf die Integration von Menschen mit Flucht- oder Migrationshintergrund. Laut MASTD zeige sich, dass gezielte Sprach- und Qualifizierungsangebote die Chancen auf dem Arbeitsmarkt spürbar verbesserten. Damit bleibe Rheinland-Pfalz auf einem Kurs, der Wirtschaftskraft und gesellschaftliche Teilhabe gleichermaßen fördere.
Ähnliche Themen in dieser Kategorie
Nur jeder zehnte Erwerbstätige bildet sich weiter In einer sich stetig wandelnden Arbeitswelt gewinnt lebenslanges Lernen kontinuierlich an Bedeutung. Aktuelle Daten verdeutlichen jedoch eine Diskrepanz zwischen bildungspolitischen Zielen und der tatsächlichen Inanspruchnahme …
Lebenslanges Lernen wird zur Schlüsselstrategie für die Zukunftsfähigkeit Deutschlands Der tiefgreifende wirtschaftliche, technologische und gesellschaftliche Wandel zwingt Politik, Betriebe und Individuen dazu, Weiterbildung neu zu organisieren. Nicht punktuelle …
Bildungsscheck 2.0: Nordrhein-Westfalen ändert die Förderlogik der Weiterbildung Nordrhein-Westfalen richtet seine Weiterbildungsförderung grundlegend neu aus. Mit dem Start des »Bildungsscheck 2.0« verlagert das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) den …
Künstliche Intelligenz in der beruflichen Bildung: Drei Projekte ausgezeichnet »Künstliche Intelligenz in der beruflichen Bildung – Innovationen für Aus- und Weiterbildung« - so lautete das Thema des Wettbewerbs um den »Hermann-Schmidt-Preis 2025«. Für ihre herausragenden …
