Hightech Agenda Deutschland: Neue Impulse für die KI-Bildung
.png)
Ausbau von KI-Kompetenzen und digitaler Infrastruktur an deutschen Hochschulen
Das Bundesministerium für Bildung, Forschung, Technik und Raumfahrt (BMFTR) forciert die Integration Künstlicher Intelligenz (KI) in der akademischen Landschaft. Als zentraler Bestandteil der »Hightech Agenda Deutschland« starteten im Januar 2026 drei wegweisende Förderprojekte, die darauf abzielen, die Rechenkapazitäten, Datenökosysteme und fachspezifischen Kompetenzen an Hochschulen sowie Forschungseinrichtungen nachhaltig zu stärken.
Mit einer kumulierten Investition von über 31 Millionen Euro adressiert der Bund die dringende Notwendigkeit, Studium und Lehre an die Anforderungen einer datengetriebenen Gesellschaft anzupassen.
Vernetzung und Transfer im digitalen Wandel
Ein Schwerpunkt der Initiative liegt auf der Fortführung des »Hochschulforums Digitalisierung« (HFD 4.0). Dieses Verbundprojekt, getragen vom Stifterverband, der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und dem Centrum für Hochschulentwicklung (CHE), fungiert bis Ende 2029 als transferorientiertes Kompetenzzentrum. Es dient der Entwicklung praxisnaher Lösungen für die digitale Transformation und wird mit rund 20 Millionen Euro unterstützt.
Ziel ist es, im Dialog mit der Hochschulgemeinschaft zeitnahe Antworten auf den rasanten technologischen Wandel zu finden und den Austausch bewährter Verfahren zu institutionalisieren.
Strategische Beratung und rechtliche Sicherheit
Parallel dazu unterstützt das Projekt »KI-LOTSE« insbesondere die Leitungsebene der Hochschulen. Unter der Federführung der HRK bietet diese Leitstelle Orientierung angesichts komplexer organisatorischer und rechtlicher Herausforderungen.
Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Umsetzung der EU-KI-Verordnung (AI-Act), dem weltweit ersten umfassenden Rechtsrahmen für Künstliche Intelligenz. Bis März 2029 stehen für diese Beratungs- und Serviceleistungen rund 4,7 Millionen Euro bereit, um die strukturelle Anschlussfähigkeit der Institutionen sicherzustellen.
Skalierbare Bildungsangebote für die Praxis
Den operativen Kern der Kompetenzvermittlung bildet das Projekt »KI-Kompetenzen an Hochschulen stärken«. Unter Leitung des Stifterverbands und des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) entwickeln sieben Partnerhochschulen prototypische, digital skalierbare Lernangebote. Auf Basis der bestehenden Lernplattform »KI-Campus« entstehen Bildungsressourcen und Werkzeuge, die KI-Wissen breitflächig zugänglich machten.
Die Förderung von rund 6,9 Millionen Euro bis Anfang 2029 soll gewährleisten, dass Studierende und Lehrende bundesweit befähigt würden, KI-Technologien reflektiert und produktiv anzuwenden.
VERWEISE
- ...
Ähnliche Themen in dieser Kategorie
Europäisches Projekt stärkt KI-Kompetenzen in der Hochschullehre Das Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung (ZWW) der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) leitet ein ambitioniertes europäisches Projekt zur Förderung von Künstlicher Intelligenz (KI) in der …
Das Verbundprojekt You(r) Study schafft nach drei Jahren Forschungsarbeit ein grundlegendes Verständnis, wie Studierende im Kontext ihres Studiums digitale Medien nutzen. Auch wenn das Sommersemesters 2020 den neuen Medien in der Lehre zwangsläufig einen Boom beschert hat, …
QUELLE: pixabay.com Die neue vbw-Studie »Digitale Bildung an bayerischen Hochschulen«, die gestern auf einem Kongress vorgestellt wurde, hat über 10.000 Akteure an den bayerischen Hochschulen befragt. Zentrale Ergebnisse: Die Voraussetzungen für eine qualitativ hochwertige …
Im Februar beginnt die neue Studie »Internationales Horizon-Scanning: Trendanalyse zur digitalen Hochschulbildung«, die vom FiBS Forschungsinstitut für Bildungs- und Sozialökonomie in Kooperation mit HIS-HE Institut für Hochschulentwicklung im Auftrag des Bundesministeriums für …
