Strukturreform der Lehrkräftebildung durch gezielte Förderung
.png)
Vernetzung als Schlüssel gegen den Lehrkräftemangel: Start des Programms »WandelBar«
Die strukturelle Fragmentierung der Lehrkräftebildung gilt als eine der zentralen Ursachen für die aktuellen Herausforderungen im Bildungssystem. Mit dem neuen Förderprogramm »WandelBar« initiiert der Stifterverband eine Strategie, die auf eine phasenübergreifende Professionalisierung abzielt.
Durch die gezielte Unterstützung von acht ausgewählten Teams sollen verlässliche Kooperationsstrukturen zwischen Hochschulen, Schulen, Studienseminaren und der Politik etabliert werden, um die Ausbildung von Lehrkräften langfristig zu stärken und dem Mangel nachhaltig zu begegnen.
Ganzheitliche Strategien statt isolierter Ausbildungsphasen
Bisherige Ansätze in der Lehrkräftebildung leiden häufig unter einem Mangel an Austausch zwischen den verschiedenen Institutionen. Die Initiative setzt hier an, indem sie Akteure aus der Theorie und Praxis in gemeinsamen Vorhaben zusammenführt.
Die Auswahl der Projekte erfolgte unter der Prämisse, dass Teams aus unterschiedlichen Bereichen – etwa Hochschulvertretungen und Verantwortliche für das Referendariat – geschlossene Konzepte entwickeln. Ziel dieser Zusammenarbeit ist eine Gesamtstrategie, die Brüche zwischen dem Studium und dem anschließenden Vorbereitungsdienst minimiert.
Innovative Ansätze zur Professionalisierung
Die geförderten Vorhaben adressieren spezifische Problemstellungen des Bildungssektors. Ein Schwerpunkt liegt auf der Digitalisierung, etwa durch die Entwicklung eines übergreifenden Digital-Frameworks für die Ausbildung von Berufsschullehrkräften.
Ein weiteres Projekt konzentriert sich auf die Gründung einer Universitätsschule, die eine engere Verzahnung von universitärer Forschung und schulischem Alltag ermöglichen soll. Der Stifterverband stellt den Teams eine Projektpauschale von 5.000 Euro zur Verfügung und begleitet den Implementierungsprozess über einen Zeitraum von einem Jahr.
Nachhaltige Verankerung und strukturelle Perspektive
Die einjährige Förderphase dient dazu, die neu geschaffenen Kooperationsstrukturen vor Ort zu festigen. Es wird angestrebt, dass die entwickelten Modelle nach Ablauf des Zeitraums in dauerhafte Strukturen übergehen. Diese strukturelle Perspektive ist notwendig, um die Ausbildungskapazitäten nicht nur quantitativ zu sichern, sondern auch qualitativ an die modernen Anforderungen des Lehrberufs anzupassen.
Die Begleitung durch den Stifterverband unterstützt die Teams dabei, ihre Konzepte zu reflektieren und nächste Umsetzungsschritte konkret zu fixieren.
Ähnliche Themen in dieser Kategorie
Professionalisierung der Lehrkräftebildung im Fokus bundespolitischer Planung Die Bundesregierung prüft aktuell die Umsetzung eines Nachfolgeprogramms für die »Qualitätsoffensive Lehrerbildung«. Das geht aus ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die …
Fortschritte bei der digitalen Medienkompetenz in der Lehrkräftebildung Die verpflichtende Integration digitaler Kompetenzen in das Lehramtsstudium hat in den vergangenen Jahren deutlich an Dynamik gewonnen, erreicht jedoch noch keinen flächendeckenden Standard. Aktuelle …
Stadt oder Land: Wo haben junge Menschen die besseren Chancen auf gute Bildung? Der Bericht »Stadt, Land, Bildung« der Deutschen Telekom Stiftung analysiert auf Basis einer Repräsentativbefragung des Instituts für Demoskopie Allensbach die Bildungssituation in Deutschland. …
Transformation der Bildungslandschaft: Die Digitalstrategie für Rheinland-Pfalz Die neue »Digitalstrategie für die Bildungslandschaft in Rheinland-Pfalz« definiert den Rahmen für eine umfassende Modernisierung des Bildungswesens bis zum Jahr 2035. Im Zentrum steht das Ziel, …
