Neuauflage der Qualitätsoffensive Lehrerbildung

Themenkreis Studium und Lehre (Symbolbild)

Professionalisierung der Lehrkräftebildung im Fokus bundespolitischer Planung

Die Bundesregierung prüft aktuell die Umsetzung eines Nachfolgeprogramms für die »Qualitätsoffensive Lehrerbildung«. Das geht aus ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hervor.

Ziel ist es, an die Reformerfolge der im Jahr 2023 ausgelaufenen Initiative anzuknüpfen und die Qualität der pädagogischen Ausbildung nachhaltig zu sichern.

Kontinuität in der Reform der Lehrkräftebildung

Zwischen 2015 und 2023 unterstützten Bund und Länder insgesamt 92 Projekte an 72 Hochschulen, um die Ausbildung angehender Lehrkräfte zu modernisieren. Diese Kooperation adressierte zentrale Herausforderungen wie die Inklusion, den Umgang mit Heterogenität sowie die Verbesserung des Praxisbezugs im Studium.

Da eine qualitativ hochwertige Ausbildung als Fundament eines leistungsstarken Bildungssystems gilt, steht eine Neuauflage im Fokus der aktuellen bildungspolitischen Debatte.

Strategische Schwerpunkte und digitale Transformation

Ein besonderes Augenmerk der bisherigen Förderung lag seit 2020 auf der Digitalisierung und der beruflichen Bildung. In einem möglichen Nachfolgeprogramm könnten diese Bereiche durch die Einbindung von Kompetenzen im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) und digitale Bildung weiter gestärkt werden.

Dabei wird eine enge Verzahnung mit anderen Initiativen wie dem »Digitalpakt 2.0« angestrebt, um Synergieeffekte bei der Forschung zu digital gestütztem Unterrichten optimal zu nutzen.

Transfer von Forschungsergebnissen in die Schulpraxis

Um die wissenschaftlichen Erkenntnisse wirksam in den Schulalltag zu integrieren, setzt die Bundesregierung auf eine verstärkte Bildungsforschung. Das »Rahmenprogramm empirische Bildungsforschung« soll dabei helfen, die Kooperation zwischen Wissenschaft und Praxis zu vertiefen.

Ergänzend dazu dienen Instrumente wie das »ZIB-Bildungsdashboard« dazu, Daten aus internationalen Vergleichsstudien wie »PISA« oder »TIMSS« für die Bildungspraxis besser zugänglich zu machen und daraus konkrete Handlungsempfehlungen abzuleiten.

Langfristige Sicherung durch den Zukunftsvertrag

Neben projektbezogenen Initiativen trägt der unbefristete »Zukunftsvertrag Studium und Lehre stärken« (ZSL) zur Stabilität bei. Mit jährlichen Mitteln von rund vier Milliarden Euro unterstützen Bund und Länder die Hochschulen dabei, Studienkapazitäten bedarfsgerecht zu erhalten und die Lehrqualität, auch in der Lehrkräfteausbildung, dauerhaft zu steigern. 


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