30 Jahre Weiterbildungsgesetz: Stabile Strukturen in Rheinland-Pfalz

Themenkreis Weiterbildung und Lernen (Symbolbild)

Rheinland-Pfalz stärkt lebenslanges Lernen mit Millionenbetrag

Ein Angestellter möchte sich für die digitale Transformation in seinem Betrieb qualifizieren, während eine Seniorin ihre Sprachkenntnisse für einen Auslandsaufenthalt auffrischt. Solche individuellen Bildungswege hängen oft von wohnortnahen Angeboten ab, die durch staatliche Unterstützung finanziert werden. Die rheinland-pfälzische Landesregierung stellt für das Jahr 2026 zusätzliche finanzielle Mittel bereit, um diese Strukturen abzusichern und an aktuelle Anforderungen anzupassen.

Finanzielle Aufstockung für die Erwachsenenbildung

Das Land Rheinland-Pfalz weitet die finanzielle Unterstützung für die Erwachsenenbildung im Jahr 2026 aus. Die anerkannten Landesorganisationen der Weiterbildung sowie der Verband der Volkshochschulen erhalten insgesamt 10.886.600 Euro. Dieser Betrag liegt um 431.600 Euro über dem Budget des Vorjahres.

Als gesetzliche Grundlage dient das Weiterbildungsgesetz, welches seit drei Jahrzehnten den organisatorischen Rahmen für Bildungsangebote im Land vorgibt. Die Maßnahme verfolgt das Ziel, die Kursprogramme präziser auf den Bedarf der Bevölkerung und der regionalen Wirtschaft abzustimmen.

Dreißig Jahre gesetzliche Sicherheit

Das Weiterbildungsgesetz bildet seit 30 Jahren das Fundament für die Arbeit der Volkshochschulen und der verschiedenen Landesorganisationen. Weiterbildungsministerin Dörte Schall erklärte hierzu, dass die erneute Erhöhung der Mittel die Bildungsarbeit dort stärke, wo sie unmittelbar die Lebens- und Arbeitswelt der Menschen berühre.

Die gesetzlichen Regelungen stellten sicher, dass der Zugang zu Bildungsangeboten für alle Bevölkerungsgruppen offenstehe und das Prinzip des lebenslangen Lernens – die stetige Fortentwicklung persönlicher und fachlicher Kompetenzen über die gesamte Lebensspanne – erfolgreich umgesetzt werden könne.

Strategische Schwerpunkte und moderne Formate

Die zusätzlichen Gelder unterstützen die inhaltliche Ausrichtung auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen. Hierzu zählen insbesondere der soziale Zusammenhalt, die wirtschaftliche Transformation sowie ökologische Nachhaltigkeit.

Ein Fokus liegt auf der Entwicklung flexibler Lernformate. Vor allem Online-Angebote sollen eine Teilnahme unabhängig von Ort und Zeit ermöglichen. Interessierte erhalten über das zentrale Weiterbildungsportal des Landes einen Überblick über die verfügbaren Kurse. Nach Aussage von Ministerin Schall fungierten die anerkannten Organisationen als Garanten für die Vielfalt der rheinland-pfälzischen Bildungslandschaft.

Akteure der geförderten Bildungslandschaft

Die Projektförderung durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung umfasst ein breites Spektrum an Trägern. Zu den Empfängern gehören die Arbeit & Leben gGmbH sowie das Bildungswerk des Landessportbundes Rheinland-Pfalz e.V. Ebenfalls berücksichtigt werden die konfessionellen Anbieter, vertreten durch die Evangelische Landesarbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung (ELAG) und die Katholische Erwachsenenbildung (KEB). Weitere Mittel fließen an die LAG anderes lernen e.V., die Landesvereinigung für ländliche Erwachsenenbildung (LEB) sowie den Verband der Volkshochschulen von Rheinland-Pfalz e.V.


In aller Kürze
Rheinland-Pfalz erhöht 2026 die Mittel für Weiterbildung auf fast 10,9 Millionen Euro. Auf Basis des Weiterbildungsgesetzes werden Volkshochschulen und Landesorganisationen für zukunftsorientierte Bildungsangebote gestärkt.


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