EPALE 2026: Vier Quartale im Zeichen der Bildungstransformation
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Transformation und Resilienz: Die Schwerpunkte der EPALE-Erwachsenenbildung 2026
Die europäische Plattform für Erwachsenenbildung (EPALE) richtet ihre Programmatik für das Jahr 2026 konsequent auf den strukturellen Wandel und die Zukunftsfähigkeit des Bildungssektors aus.
Im Zentrum der strategischen Planung stehen die übergreifenden Werte Teilhabe und Inklusion, die als Fundament für eine demokratische Bildungslandschaft dienen. Angesichts globaler Unsicherheiten und technologischer Sprünge zielt die Initiative darauf ab, Bildungsorganisationen sowie Fachkräfte durch gezielte Schwerpunkte auf kommende Herausforderungen vorzubereiten.
Die quartalsbezogenen Programmschwerpunkte im Überblick
Die Umsetzung erfolgt in vier thematischen Etappen, die jeweils einen spezifischen Aspekt der Transformation beleuchten. Das erste Quartal legt den Fokus auf die Organisationsentwicklung und die Schaffung resilienter Strukturen. Hierbei wird die Frage erörtert, wie Bildungsstätten ihre Anpassungsfähigkeit in einem volatilen Umfeld steigern können. Im zweiten Quartal rückt die Vermittlung von »Future Skills« in den Mittelpunkt. Die Diskussion umfasst hierbei insbesondere die didaktische Integration Künstlicher Intelligenz (KI) und die Förderung einer umfassenden Medienkompetenz.
Die zweite Jahreshälfte widmet sich verstärkt der sozialen Dimension. Das dritte Quartal adressiert die digitale und gesellschaftliche Inklusion, um sicherzustellen, dass Bildungsprozesse barrierefrei und gerecht gestaltet werden. Den Abschluss bildet im vierten Quartal das Thema Vernetzung. Dabei steht der transnationale Austausch im Rahmen von Programmen wie Erasmus+ im Vordergrund, um Synergien zu nutzen und die europäische Zusammenarbeit zu vertiefen.
Organisationsentwicklung im Zeichen des Wandels
Die Zukunftsfähigkeit von Strukturen ist für die Erwachsenenbildung unumgänglich, da sich Arbeitsmärkte und gesellschaftliche Anforderungen in hoher Geschwindigkeit verändern. Eine Anpassung der institutionellen Rahmenbedingungen wird als essenziell betrachtet, um Bildungsstätten zu flexiblen »Zukunftsorten« weiterzuentwickeln.
Dabei wird betont, dass Wandel nicht nur eine technologische Komponente besitzt, sondern maßgeblich durch eine veränderte Organisationskultur getragen werden muss.
Kompetenzen für eine demokratische Gesellschaft
Ein wesentlicher inhaltlicher Pfeiler bleibt die Auseinandersetzung mit den »Future Skills 2030«. Hierbei geht es um Kompetenzen, die über rein fachliches Wissen hinausgehen: Urteilskraft, Lernfähigkeit und der souveräne Umgang mit Ungewissheit gewinnen an Bedeutung.
Die Erwachsenenbildung steht vor der Aufgabe, diese Fähigkeiten breitflächig zu vermitteln, um soziale Gerechtigkeit zu wahren. In diesem Zusammenhang wird die digitale Inklusion als demokratische Grundvoraussetzung definiert. Es gilt sicherzustellen, dass der Zugang zu Wissen nicht durch technologische Hürden eingeschränkt wird, während gleichzeitig die ethischen Aspekte generativer Bildungsmedien kritisch reflektiert werden.
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