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Beschreibungen/Informationen zu relevanten Abkürzungen und Fachbegriffen

AUSWAHL

Begriff Definition
Lebenslanges Lernen (LLL)

Lebenslanges Lernen

Lebenslanges Lernen bezeichnet das formale, nicht-formale und informelle Lernen während des gesamten Lebenslaufs. Ziel ist es, Wissen, Fertigkeiten und Kompetenzen unter einer persönlichen, bürgerschaftlichen, sozialen oder beschäftigungsbezogenen Perspektive kontinuierlich zu verbessern. In einer sich schnell wandelnden Arbeitswelt und Gesellschaft bildet es die Grundlage für individuelle Teilhabe und berufliche Beschäftigungsfähigkeit.

Dimensionen des Lernens
Das Konzept bricht die traditionelle Trennung zwischen Bildungs- und Erwerbsphase auf. Es umfasst das »formale Lernen« in Schulen oder Hochschulen, das »nicht-formale Lernen« in organisierten Kontexten wie Weiterbildungen im Betrieb sowie das »informelle Lernen« im Alltag oder am Arbeitsplatz. Durch diese ganzheitliche Betrachtung wird anerkannt, dass Kompetenzerwerb nicht mit dem ersten Berufsabschluss endet, sondern als lebensbegleitender Prozess notwendig ist, um auf technologische und gesellschaftliche Transformationen zu reagieren.

Abgrenzung und politische Einordnung
Vom Begriff der »Erwachsenenbildung« grenzt sich das Lebenslange Lernen durch seine zeitliche Reichweite ab, da es bereits in der frühen Kindheit beginnt. Es ist zudem ein zentraler Bestandteil der europäischen Bildungsstrategie und eng mit Instrumenten wie dem »Europäischen Qualifikationsrahmen« (EQR) verknüpft, die darauf abzielen, auch non-formal erworbene Kompetenzen sichtbar und vergleichbar zu machen. 


 

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Synonyme - LLL, Lebensbegleitendes Lernen, lifelong learning
Lerntypen

Lerntyp | Lerntypus

Der Begriff beschreibt individuelle Präferenzen beim Aufnehmen und Verarbeiten von Informationen. Häufig unterscheidet man zwischen visuellen, auditiven, haptischen und intellektuellen Lerntypen.

Visuelle Lernende bevorzugen Bilder und Grafiken, auditive Lernende das Hören von Informationen, haptische Lernende praktische Erfahrungen, und intellektuelle Lernende setzen auf kritisches Denken und Reflexion.

Allerdings wird dieses Modell oft kritisiert, da viele Menschen mehrere Sinneskanäle gleichzeitig nutzen und nicht eindeutig einem Typ zugeordnet werden können.

Es empfiehlt sich daher, verschiedene Lernmethoden auszuprobieren, um den individuell effektivsten Ansatz zu finden.

►vgl.: BildungsSpiegel-Artikel

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Synonyme - Lerntypus, Lerntyp
Literalität

Literalität

Der Begriff bezeichnet die Fähigkeit eines Individuums, lesen und schreiben zu können, sowie die damit verbundenen kognitiven, emotionalen und sozialen Kompetenzen, die für den souveränen Umgang mit Schrift und Text erforderlich sind.

Dies geht über die reine Alphabetisierung hinaus und umfasst:

  • Umfassendes Textverständnis
    Die Fähigkeit, Texte nicht nur zu entschlüsseln, sondern sie inhaltlich zu verstehen, zu interpretieren und zu bewerten.
  • Schriftsprachliche Handlungskompetenz
    Die notwendige Kompetenz, um sich in einer schriftbasierten Gesellschaft orientieren und aktiv teilnehmen zu können (z.B. Formulare ausfüllen, E-Mails verfassen, digitale Medien nutzen).

Literalität ist demnach die Grundvoraussetzung für die gesellschaftliche, berufliche und kulturelle Teilhabe in einer modernen Welt.

 


siehe auch:
 
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Synonyme - Literalität
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