Lebenslanges Lernen (LLL)

AUSWAHL

Begriff Definition
Lebenslanges Lernen (LLL)

Lebenslanges Lernen

Lebenslanges Lernen bezeichnet das formale, nicht-formale und informelle Lernen während des gesamten Lebenslaufs. Ziel ist es, Wissen, Fertigkeiten und Kompetenzen unter einer persönlichen, bürgerschaftlichen, sozialen oder beschäftigungsbezogenen Perspektive kontinuierlich zu verbessern. In einer sich schnell wandelnden Arbeitswelt und Gesellschaft bildet es die Grundlage für individuelle Teilhabe und berufliche Beschäftigungsfähigkeit.

Dimensionen des Lernens
Das Konzept bricht die traditionelle Trennung zwischen Bildungs- und Erwerbsphase auf. Es umfasst das »formale Lernen« in Schulen oder Hochschulen, das »nicht-formale Lernen« in organisierten Kontexten wie Weiterbildungen im Betrieb sowie das »informelle Lernen« im Alltag oder am Arbeitsplatz. Durch diese ganzheitliche Betrachtung wird anerkannt, dass Kompetenzerwerb nicht mit dem ersten Berufsabschluss endet, sondern als lebensbegleitender Prozess notwendig ist, um auf technologische und gesellschaftliche Transformationen zu reagieren.

Abgrenzung und politische Einordnung
Vom Begriff der »Erwachsenenbildung« grenzt sich das Lebenslange Lernen durch seine zeitliche Reichweite ab, da es bereits in der frühen Kindheit beginnt. Es ist zudem ein zentraler Bestandteil der europäischen Bildungsstrategie und eng mit Instrumenten wie dem »Europäischen Qualifikationsrahmen« (EQR) verknüpft, die darauf abzielen, auch non-formal erworbene Kompetenzen sichtbar und vergleichbar zu machen. 


 

  

Zugriffe - 13
Synonyme: LLL, Lebensbegleitendes Lernen, lifelong learning
.
Oft gelesen...