Ausbildungsmarkt 2023 in Niedersachsen: Männer in Technik, Frauen im Büro

Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN)

Anstieg der Ausbildungsverträge in Niedersachsen 2023: Industrie und Handel führen

Im Jahr 2013 wurden in Niedersachsen 49.506 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen, was einem leichten Plus von 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) veröffentlichte diese Zahlen und wies darauf hin, dass trotz dieses Zuwachses die Gesamtzahl der Auszubildenden rückläufig ist.

Ende 2023 befanden sich 125.847 Personen in einer Ausbildung, was einem Rückgang von 1,6 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Damit setzt sich ein langfristiger Trend fort, der in den vergangenen Jahren zu sinkenden Ausbildungszahlen geführt hat.

Industrie und Handel dominieren

Von den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen entfielen 51,7 % auf den Bereich Industrie und Handel, der damit seine Position als wichtigster Ausbildungsbereich im Land bestätigte.

An zweiter Stelle folgt das Handwerk mit einem Anteil von 27,4 %. Hier ist allerdings zu beachten, dass das Handwerk nur geringfügige Zuwächse verzeichnen konnte, während andere Ausbildungsbereiche wie die Freien Berufe und die Landwirtschaft deutliche Rückgänge hinnehmen mussten.

Geschlechterverteilung und Berufswahl

Nach wie vor zeigen die Statistiken deutliche geschlechtsspezifische Unterschiede in der Berufswahl. Während männliche Auszubildende vor allem in handwerklich-technischen Berufen wie Kfz-Mechatroniker dominierten, entschieden sich viele Frauen für Büro- und Gesundheitsberufe.

Der beliebteste Ausbildungsberuf bei den Frauen war Kauffrau für Büromanagement, bei den Männern stand der Kraftfahrzeugmechatroniker an erster Stelle.

Rückgang bei den Auszubildenden

Trotz des leichten Anstiegs bei den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen setzt sich der allgemeine Trend eines Rückgangs der Gesamtzahl der Auszubildenden fort. Dies könnte auf den demografischen Wandel, aber auch auf eine veränderte Präferenz der Jugendlichen für eine Berufsausbildung gegenüber einer akademischen Laufbahn zurückzuführen sein.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die Zahlen in den kommenden Jahren entwickeln werden, zumal verschiedene Branchen weiterhin einen erheblichen Fachkräftemangel melden.

Zusammenfassung

Während der leichte Anstieg bei den Neuverträgen als positives Zeichen gewertet werden kann, zeigt der Rückgang bei der Gesamtzahl der Auszubildenden, dass strukturelle Herausforderungen weiterhin bestehen.

Insbesondere das Handwerk und die Freien Berufe stehen vor der Herausforderung, ausreichend Nachwuchs zu gewinnen, um den Bedarf an qualifizierten Fachkräften langfristig zu decken.


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