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GWK lässt Milliarden-Investitionen in Forschungsbauten und Großgeräte evaluieren

GWK

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) hat am 27.10.2016 eine hochkarätige Expertenkommission zur Evaluierung der gemeinsamen Förderung von Forschungsbauten und Großgeräten an Hochschulen berufen. Den Vorsitz in der dreizehnköpfigen Expertenkommission führt der renommierte Wissenschaftler und Wissenschaftsmanager Professor Dr. Dr. h. c. mult. Jörg Hacker, Präsident der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften.

Seit 2007 fördern Bund und Länder Forschungsbauten und Forschungsgroßgeräte von exzellenter wissenschaftlicher Qualität und nationaler Bedeutung an deutschen Hochschulen. Die Mittel dafür werden je zur Hälfte durch den Bund und das jeweilige Sitzland bereitgestellt.

Bund und Länder haben seither Forschungsbauvorhaben und Großgeräte in Höhe von insgesamt rund 5,5 Milliarden Euro gefördert. Insgesamt 134 Forschungsbauvorhaben wurden auf den Weg gebracht. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), die die Förderentscheidung für Forschungsgroßgeräte trifft, hat im selben Zeitraum rund 2900 Großgeräte bewilligt.

»Spitzenforschung an Hochschulen bedarf nicht nur kluger Köpfe, sondern auch exzellenter Forschungsinfrastrukturen. Mit der Förderung bedeutsamer Forschungsbauten und Großgeräte wollen Bund und Länder die wissenschaftliche Konkurrenzfähigkeit der Forschung an Hochschulen im nationalen und internationalen Wettbewerb gezielt stärken. Ich danke den wissenschaftlichen Expertinnen und Experten für ihre Bereitschaft, diese wichtige Bund-Länder-Aufgabe zu evaluieren«, sagte die GWK-Vorsitzende, Prof. Dr. Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung. »Der Hochschulbau wird auch in der Breite von der Neuregelung des bundesstaatlichen Finanzausgleichssystems ab 2020 profitieren. Danach werden die bisher vom Bund bereitgestellten sogenannten Entflechtungsmittel auch über 2019 hinaus in Form eines höheren Anteils der Länder an der Umsatzsteuer weiter geleistet«.

»Die Förderung von Forschungsbauten und Großgeräten stellt ein wichtiges Instrument zur Stärkung der Forschung an Hochschulen dar. Mit der zunehmenden Schwerpunktbildung in der Forschung werden auch hochspezialisierte Infrastrukturen benötigt. Sie tragen dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit der Forschungsschwerpunkte im nationalen und internationalen Wettbewerb zu sichern. Die Länder ermöglichen den Hochschulen gemeinsam mit dem Bund mit erheblichen finanziellen Mitteln, besonders Erfolg versprechende Forschungsvorhaben zu realisieren. Ich freue mich auf die Bewertungen der Evaluierungskommission zum bisher Erreichten und ihre Empfehlungen zur künftigen Ausgestaltung der Förderung«, erklärte die stellvertretende GWK-Vorsitzende und Wissenschaftssenatorin des Landes Bremen, Prof. Dr. Eva Quante-Brandt.

Mit ihrer Entscheidung, die Förderung von Forschungsbauten und Großgeräten zu evaluieren, gehen Bund und Länder der Frage nach, in welchem Umfang die mit dieser Förderung verbundenen Ziele erreicht wurden, welche positiven Effekte erkennbar sind und wie sich die wissenschaftspolitischen Auswirkungen dieses neuen Förderinstrumentariums darstellen. Die von der GWK berufene Expertenkommission wird ihre Arbeiten eigenständig gestalten und die Ergebnisse ihrer Evaluation der GWK im Dezember 2017 überreichen.

Mit dem Mikrobiologen Professor Dr. Dr. h. c. mult. Jörg Hacker konnte die GWK einen besonders erfahrenen Wissenschaftler mit internationaler Reputation als Vorsitzenden der Expertenkommission gewinnen. Von 2008 bis 2010 war er Präsident des Robert-Koch-Instituts in Berlin, seit 2010 ist er Präsident der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften in Halle an der Saale. Neben zahlreichen weiteren wissenschaftlichen Engagements ist Hacker seit 2013 Mitglied im Scientific Advisory Board des Generalsekretärs der Vereinten Nationen.

Die GWK hat die Mitglieder des hochkarätigen Expertengremiums auf Vorschlag von Professor Hacker berufen. Die Expertinnen und Experten verfügen neben Erfahrungen mit Begutachtungen und Evaluationen auch über Erfahrung mit Forschungsinfrastrukturen.

 

 

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