»Qualitätsoffensive Lehrerbildung« fördert 72 Hochschulen

Im Zeitraum von März 2020 bis Ende 2023 sind insgesamt 72 lehrkräftebildende Hochschulen in die Programmförderung der »Qualitätsoffensive Lehrerbildung« (QLB) einbezogen. Dies entspricht einem Anteil von 64 Prozent aller in Frage kommenden Hochschulen.
Dies geht aus einer Erklärung der Bundesregierung hervor. Die QLB sei »das bislang umfangreichste Programm zur Verbesserung der Qualität der Lehramtsausbildung an Hochschulen«.
Im Jahr 2020 wurde die QLB um die Schwerpunkte »Digitalisierung in der Lehrerbildung« und »Lehrerbildung für die beruflichen Schulen« erweitert. Insgesamt 91 Projekte werden gefördert. Die Zielerreichung und ihre Bewertung ergeben sich aus den folgenden sechs, von der Förderrichtlinie zur ersten Förderphase sowie der Förderrichtlinie zur Förderung von Projekten mit den Schwerpunkten »Digitalisierung in der Lehrerbildung« und/oder »Lehrerbildung für die beruflichen Schulen« vorgegebenen Handlungsfeldern:
- Profilierung und Optimierung der Strukturen der Lehrerbildung an den Hochschulen
- Qualitätsverbesserung des Praxisbezugs in der Lehrerbildung
- Verbesserung der professionsbezogenen Beratung und Begleitung der Studierenden der Lehrerbildung
- Fortentwicklung der Lehrerbildung in Bezug auf die Anforderungen der Heterogenität und Inklusion
- Fortentwicklung der Fachlichkeit, Didaktik und Bildungswissenschaften
- Vergleichbarkeit sowie die gegenseitige Anerkennung von lehramtsbezogenen Studienleistungen und Lehramtsabschlüssen sowie der gleichberechtigte Zugang bzw. die gleichberechtigte Einstellung in Vorbereitungs- und Schuldienst zur Verbesserung der Mobilität von Lehramtsstudierenden und Lehrerinnen und Lehrern.
Ziele der Förderung sind nachhaltige und systematische Verbesserungen in diesen Handlungsfeldern. Dies wurde daher im Rahmen der Evaluation quantitativ und qualitativ untersucht. Für die Evaluation und Bewertung der QLB hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Ramboll Management Consulting beauftragt.
Der Abschlussbericht über die Erste Förderphase wurde im Juni 2020 veröffentlicht und stelle nachweisbare Fortschritte bei den geförderten Hochschulen fest.
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