Entwicklung der digitalen Schulbildung

Digitalisierung im Unterreicht (Symbolbild)

In seiner 59. Sitzung hat der Bundestagsausschuss Digitale Agenda mit einem Vertreter des Bundesforschungsministeriums (BMBF) über aktuelle Entwicklungen in der digitalen Schulbildung in Zeiten der Corona-Pandemie diskutiert. Fast sieben Milliarden Euro seien für die Digitalisierung im Bildungssektor von Seiten des Bundes zur Verfügung gestellt worden, führte er aus. Vertreter der Kultusministerkonferenz (KMK) konnten nicht in der Ausschusssitzung erscheinen, so dass der Tagesordnungspunkt, insbesondere zur Umsetzung des Digitalpakts Schule in den Ländern, in der kommenden Sitzungswoche nochmals im Ausschuss diskutiert werden soll.

Auf der einen Seite habe die Pandemie wie ein Turbo gewirkt, was die Notwendigkeit der Digitalisierung anbelange, und die Akzeptanz gesteigert, diese in den veränderten Schulalltag einzubeziehen. Auf der anderen Seite habe Corona wie unter einem Brennglas die Schwächen in der Frage der Anbindung von Schulen und der Nutzung von digitalen Möglichkeiten offenbart. Bis die ersten Digitalpakt-Anträge gestellt wurden, habe es etwas gedauert und die Entwicklung sei in den Bundesländern »sehr unterschiedlich«, sagte der BMBF-Vertreter.

Bis zum 30. Juni 2020 konnte eine Mittelbindung von 250 Millionen Euro verzeichnet werden - das sei 17 Mal mehr im Vergleich zum Vorjahr und zeige die breite Umsetzung, stelle aber noch nicht zufrieden, sagte der BMBF-Vertreter. In der Pandemie sei zudem sehr schnell mit einem Programm in Höhe von 500 Millionen Euro nachgesteuert worden, durch das sozial bedürftige Schülern digitale Endgeräte zugänglich gemacht wurden. In einer weiteren 500 Millionen Euro schweren Vereinbarung sei etwa auch die Ausrüstung der Lehrkräfte mit digitalen Endgeräten geregelt worden. Ebenfalls sei über den Digitalpakt Schule eine Zusatzvereinbarung von ebenfalls 500 Millionen Euro geschlossen worden, die die Administratoren, die sich in Schulen um die digitale Lerninfrastruktur kümmern, berücksichtige.

Alle Vertreter der Fraktionen betonten, dass die Digitalisierung in den Schulen weiter am Anfang stehe. Sie thematisierten insbesondere den mangelhaften Mittelabfluss und die Abstimmungsprozesse zwischen Bund und Ländern. Auch wollten sie erfahren, wie die Schul-Cloud des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) genutzt werde.

 

  LINKS  

  •  ...

 

Digitalisierung des Gesundheitswesens in Deutschland bleibt Mammutaufgabe
Deutschlands Weg in die digitale Gesundheitsversorgung - Status quo und Perspektiven Ausbau der vernetzten Gesundheitsversorgung geht zögerlich voran In den vergangenen 12 Monaten waren einige Fortschritte zu verzeichnen: Im zweiten Quartal 2022...
ifaa-Trendbarometer »Arbeitswelt«: Flexibilität ist gefordert
Ein Blick auf die Erhebungen der vergangenen Jahre Corona, Probleme bei Lieferketten, Krieg in der Ukraine: Wir leben in Multi-Krisen-Zeiten. Aber nicht erst diese Ereignisse und Umstände sorgen für den Wunsch nach mehr Flexibilität sowohl bei...
Zwei von drei Lehrkräften sehen in digitaler Technologie noch keine Hilfe für besseren Unterricht
Lehrkräfte in Europa sind sich einig: Die Schulen sind dafür verantwortlich, die Kompetenzen für die Zukunft - die sogenannten »21st Century Skills« - der Schüler*innen zu fördern, zu denen u.a. digitale Kompetenzen gehören. Eine IPSOS-Befragung...

Wir benutzen Cookies
Der BildungsSpiegel setzt auf seiner Website sog. Cookies ein. Einige von ihnen sind für den reibungslosen Betrieb essentiell, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern. Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Website zur Verfügung stehen.