Europäischer Bildungsraum (EBR)
Der Europäische Bildungsraum (EBR) ist eine politische Initiative der Europäischen Union mit dem Ziel, bis zum Jahr 2025 die Barrieren für das Lernen und Studieren über Staatsgrenzen hinweg abzubauen. Er schafft einen Rahmen, in dem die Qualität der Bildungssysteme gesteigert und die Anerkennung von Abschlüssen vereinfacht wird. Ziel ist es, dass junge Menschen in ganz Europa die besten Bildungsangebote nutzen können und ein gemeinsames Verständnis europäischer Werte sowie kultureller Identität gefördert wird.
Strategische Schwerpunkte und Ziele
Die Umsetzung des EBR konzentriert sich auf fünf Kerndimensionen: Qualität, Inklusion, grüner und digitaler Wandel, Lehrkräfte sowie die Stärkung der Hochschulbildung. Dabei geht es insbesondere darum, grundlegende Fertigkeiten wie Lese-, Schreib- und Rechenkompetenz zu verbessern und die digitale Bildung als Standard zu etablieren. Ein zentrales Instrument ist die automatische gegenseitige Anerkennung von Qualifikationen und Studienaufenthalten im Ausland, um die im Programm »Erasmus+« angestrebte Mobilität institutionell zu verankern.
Abgrenzung zum EHEA
Vom Europäischen Bildungsraum ist der Europäische Hochschulraum (EHEA) abzugrenzen. Während der EHEA (oft als »Bologna-Prozess« bezeichnet) primär auf die Vergleichbarkeit und Qualität der Hochschullehre fokussiert, umfasst der EBR alle Bildungsebenen – von der frühkindlichen Bildung über die schulische und berufliche Ausbildung bis hin zum lebenslangen Lernen. Der EBR fungiert somit als integratives Dach für die bildungspolitische Zusammenarbeit in der EU.
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