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Beschreibungen/Informationen zu relevanten Abkürzungen und Fachbegriffen

AUSWAHL

Begriff Definition
AES

Adult Education Survey (AES)

Bei AES handelt sich um eine regelmäßige Erhebung zur Teilnahme Erwachsener an Weiterbildung in verschiedenen Ländern, darunter auch Deutschland.

Der AES erfasst Daten zu Bildungsbeteiligung, Weiterbildungsformen, Lernmotivation und Hindernissen.

Ziel ist es, einen Überblick über die Bildungsaktivitäten der erwachsenen Bevölkerung zu gewinnen, um politische Maßnahmen und Angebote in der Weiterbildung besser zu steuern und zu optimieren.

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Synonyme - Adult Education Survey
AEVO

Was ist die AEVO?

Die Verordnung konkretisiert die Anforderungen an die Ausbildereignung, wie sie im Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Handwerksordnung (HwO) festgelegt sind. Der Nachweis der Eignung erfolgt in der Regel durch eine erfolgreiche Prüfung vor einer zuständigen Stelle (etwa der IHK oder HWK). Diese Prüfung belegt den Erwerb von Kenntnissen, Fertigkeiten und Kompetenzen in den sogenannten berufs- und arbeitspädagogischen Handlungsfeldern, welche die Ausbildung planen, durchführen und abschließen.

Inhalte und Abgrenzung

Die AEVO-Prüfung fokussiert primär auf die berufs- und arbeitspädagogische Eignung. Sie ist strikt von der fachlichen Eignung zu unterscheiden, welche die notwendigen berufsspezifischen Kenntnisse und Fertigkeiten der ausbildenden Person beschreibt. Die bestandene AEVO-Prüfung ist meist eine Grundvoraussetzung, um offiziell als Ausbilderin oder Ausbilder tätig zu werden und Auszubildende in einem anerkannten Ausbildungsberuf einzustellen. Damit dient die AEVO der Etablierung eines einheitlich hohen Qualitätsstandards in der betrieblichen Ausbildung.

Weiterführende Quellen

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Synonyme - Ausbilder-Eignungsverordnung, Ausbildereignungsverordnung
AFBG

Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG), oft auch »Meister-BAföG« genannt

Es fördert berufliche Weiterbildungen und Qualifizierungen. Ziel des Gesetzes ist es, Fachkräfte finanziell zu unterstützen, die sich durch Fortbildungen wie Meisterkurse oder Fachwirtlehrgänge für höhere berufliche Positionen qualifizieren möchten.

Es gewährt Zuschüsse und zinsgünstige Darlehen, um Weiterbildungskosten und Lebenshaltungskosten während der Bildungsmaßnahme zu decken.

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Synonyme - Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz, Meister-BAföG, AFBG-
AGG

Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG)

Das 2006 eingeführte AGG ist ein deutsches Gesetz, das Diskriminierung aus Gründen der Rasse, ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion, Weltanschauung, Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität verhindern soll.

Es gilt im Arbeitsrecht und im Zivilrecht, um Chancengleichheit zu fördern und Benachteiligungen zu verhindern. Betroffene können bei Verstößen rechtliche Schritte einleiten.

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Synonyme - Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz, Gleichbehandlungsgesetz
AI-Act

AI-Act

Der AI-Act ist eine EU-Verordnung zur Regulierung künstlicher Intelligenz. Ziel ist es, sichere, transparente und ethische KI-Anwendungen zu gewährleisten.

Er klassifiziert KI-Systeme nach Risiken (gering, begrenzt, hoch, verboten) und legt strenge Regeln für Hochrisiko-Anwendungen fest, wie z.B. biometrische Überwachung.

Unternehmen müssen Anforderungen wie Transparenz, Datensicherheit und menschenzentrierte Nutzung erfüllen, um den EU-Markt zu betreten.

Die Vorgaben des AI-Acts gelten nicht ab sofort nach dem Inkrafttreten. Vielmehr sind Übergangsfristen zwischen 6 und 36 Monaten vorgesehen. Bis dahin setzt die EU-Kommission auf freiwillige Selbstbeschränkungen der Wirtschaft.

Siehe auch: Was ist der AI Act?

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Synonyme - AI Act, AIAct, (AI-Act)
Alphabetisierung

Alphabetisierung

Kernaussage und Relevanz
Alphabetisierung bezeichnet den Prozess des Erwerbs von Lese- und Schreibfähigkeiten. Sie bildet die elementare Grundlage für eine umfassende gesellschaftliche, berufliche und kulturelle Teilhabe. Ohne diese Schlüsselkompetenzen ist die eigenständige Bewältigung des Alltags, das Ergreifen von Bildungschancen und die aktive Teilnahme am demokratischen Leben stark eingeschränkt.

Einordnung und Abgrenzung
Im engeren Sinne bezieht sich Alphabetisierung auf das initiale Erlernen von Lesen und Schreiben, wie es in der primären Schulbildung stattfindet. Im bildungspolitischen und sozialen Kontext dient der Begriff jedoch oft der Abgrenzung vom Analphabetismus, also dem Fehlen dieser Fähigkeiten. Hier wird zwischen Analphabetismus im engeren Sinne und dem »funktionalen Analphabetismus« unterschieden. Letzterer liegt vor, wenn die Lese- und Schreibfähigkeiten nicht ausreichen, um den Anforderungen des Alltags gewachsen zu sein, etwa beim Verstehen einfacher Textnachrichten oder amtlicher Schreiben.

Alphabetisierung ist ein zentraler Pfeiler der »Grundbildung«, welche zusätzlich Basiskompetenzen wie Rechnen, digitale und gesundheitliche Kompetenzen umfasst.

Weiterführende Links

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Babyboomer

Babyboomer

Der Begriff ist ein Teil einer sogenannten Generationenbezeichnung, die bestimmte Geburtsjahrgänge und die damit verbundenen gesellschaftlichen und kulturellen Prägungen definiert. Sie helfen, Menschen anhand ihrer Geburtsjahre grob in Gruppen zu unterteilen, die ähnliche historische, soziale und technologische Einflüsse erlebt haben.

Babyboomer: Diese Generation umfasst Menschen, die in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, etwa zwischen 1946 und 1964, geboren wurden.

Diese Periode war durch hohe Geburtenraten geprägt, daher der Name »Boomer«. Die Babyboomer wuchsen in einer Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs auf und spielten eine Schlüsselrolle in vielen sozialen und politischen Bewegungen der 1960er und 1970er Jahre.

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Synonyme - Boomer,Baby-Boomer, Boomer-
Bachelor

Bachelor

Der Bachelor ist der erste berufsqualifizierende Hochschulabschluss und bildet die Grundlage des gestuften Studiensystems in Deutschland. Er qualifiziert Absolvierende für den direkten Berufseinstieg oder zur Aufnahme eines weiterführenden Masterstudiums. Die Einführung dieses akademischen Grades erfolgte im Zuge des europaweiten Bologna-Prozesses, um Studienabschlüsse international vergleichbar zu machen und die Mobilität von Studierenden zu fördern.

Struktur und Abgrenzung
Ein Bachelorstudium umfasst in der Regel sechs bis acht Semester Regelstudienzeit und schließt mit der Bachelorarbeit ab. Es ist modular aufgebaut, wobei die erbrachten Studienleistungen im European Credit Transfer System (ECTS) erfasst werden. Für den erfolgreichen Abschluss sind 180 bis 240 Leistungspunkte (Credits) nachzuweisen.

Im Gegensatz zu den früheren Abschlüssen wie dem »Diplom« oder »Magister« stellt der Bachelor den ersten von zwei Studienzyklen dar. Er bildet die notwendige fachliche Basis für den darauf aufbauenden Masterabschluss.

Gängige Titel sind der »Bachelor of Arts« (B.A.) in geistes- und sozialwissenschaftlichen Fächern, der »Bachelor of Science« (B.Sc.) in naturwissenschaftlichen und technischen Studiengängen oder der »Bachelor of Education« (B.Ed.).

Weiterführende Informationen

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Synonyme - bachelor-
BAföG

Bundesausbildungsförderungsgesetz

Weiterführende Informationen (BMBF)

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Synonyme - BAföG-
BNE

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

BNE ist ein Bildungskonzept, das darauf abzielt, Menschen zu befähigen, nachhaltige Entscheidungen zu treffen und verantwortungsvoll zu handeln. Es vermittelt ökologische, soziale und wirtschaftliche Zusammenhänge, um eine zukunftsfähige Gesellschaft zu formen.

BNE fördert kritisches Denken, Partizipation und lebenslanges Lernen, damit Individuen und Gemeinschaften aktiv zur Bewältigung globaler Herausforderungen wie Klimawandel, Ressourcenmangel oder soziale Ungleichheit beitragen können.

Weiterführende Informationen...

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Synonyme - BNE-, Bildung für nachhaltige Entwicklung
Bologna-Prozess

Bologna-Prozess

Der Bologna-Prozess ist eine 1999 initiierte Reform zur Schaffung eines einheitlichen europäischen Hochschulraums. Ziel ist die Harmonisierung von Studienstrukturen, um die Mobilität zu fördern und die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Inzwischen beteiligen sich 48 Staaten an diesem System, das nationale Abschlüsse durch ein gestuftes Modell ersetzt hat.

Struktur und Vergleichbarkeit
Kern ist das System aus Bachelor, Master und Promotion. Der Bachelor vermittelt erste berufsqualifizierende Kompetenzen, während der Master der fachlichen Vertiefung dient. Zur europaweiten Anerkennung wird das »European Credit Transfer System« (ECTS) genutzt, das den Arbeitsaufwand quantifizierbar macht. Das »Diploma Supplement« sorgt dabei für zusätzliche Transparenz der Studieninhalte.

Ziele und Herausforderungen
Neben der Qualitätssicherung steht die »Employability«, also die Arbeitsmarktfähigkeit, im Fokus. Kritisiert werden jedoch oft die hohe Studienverdichtung sowie die zunehmende Verschulung der akademischen Ausbildung durch die Modularisierung.


Bei weiterem Interesse:

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Synonyme - Bologna, Bologna-
Chatbots

Chatbot

Ein Chatbot (Kurzform für »Chat-Roboter«) ist eine Software, die in der Lage ist, automatisierte Gespräche mit Menschen zu führen.

Chatbots nutzen in der Regel Künstliche Intelligenz (KI) und/oder vorgefertigte Regeln, um auf Texteingaben oder gesprochene Sprache zu reagieren. Sie werden häufig im Kundenservice, auf Webseiten, in Messenger-Diensten oder als virtuelle Assistenten eingesetzt, um Anfragen zu beantworten, Informationen bereitzustellen oder Aufgaben zu automatisieren.

siehe auch: Chatbots als Lernhilfe

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Synonyme - Chatbot
Digitale Bildung

Digitale Bildung: Flexibilität und Relevanz

Digitale Bildung gewinnt in der Erwachsenenbildung zunehmend an Bedeutung, indem Technologien genutzt werden, die flexible Lernwege fördern und Kompetenzen gezielt entwickeln. Wichtige Ziele sind die Vermittlung digitaler Grundkompetenzen wie der sichere Umgang mit Internet und Software, die Förderung berufsspezifischer Fertigkeiten und die Stärkung überfachlicher Kompetenzen wie Problemlösungs- und Teamfähigkeit. Plattformen wie Moodle, interaktive Webinare und branchenspezifische Schulungen unterstützen diese Lernprozesse.

Digitale Bildung bietet Flexibilität, orts- und zeitunabhängiges Lernen sowie ein individuelles Lerntempo. Inhalte können wiederholt und vertieft werden. Unterschiedliche Formate wie Simulationen und Quiz erhöhen die Effektivität. Herausforderungen bestehen in der Sicherstellung eines chancengleichen Zugangs, der Qualitätssicherung digitaler Inhalte und der Weiterbildung der Lehrenden. Digitale Bildung bleibt zentral für die berufliche Entwicklung und soziale Integration.

 

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Synonyme - DigitalBildung, Digitale Lernformen, Digitale Lehre, Digitales Lernen
Digitale Kompetenz

Digitale Kompetenz bezeichnet die Fähigkeit, digitale Technologien effektiv und sicher zu nutzen.

Dazu gehören grundlegende IT-Kenntnisse, der kritische Umgang mit Informationen aus dem Internet, das Verständnis für Datenschutz und Datensicherheit sowie die Anwendung digitaler Tools in verschiedenen Lebens- und Arbeitsbereichen.

Ihre Aufgabe besteht darin, Menschen zu befähigen, sich sicher und effizient in einer zunehmend digitalisierten Welt zu bewegen, Probleme zu lösen und die digitale Transformation aktiv mitzugestalten.

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Synonyme - Digitalkompetenz, Digitale Kompetenzen, Digital-Kompetenz, digitalen Kompetenzen
Digitale Transformation

Digitale Transformation

(auch: »Digitaler Wandel«) bezeichnet einen anhaltenden, tiefgreifenden Veränderungsprozess in Wirtschaft und Gesellschaft, der durch das Aufkommen immer leistungsfähigerer digitaler Techniken und Technologien ausgelöst wird.

Im engeren Sinne wird unter digitaler Transformation häufig der Veränderungsprozess innerhalb eines Unternehmens verstanden, der durch digitale Technologien bzw. die darauf basierenden Kundenerwartungen ausgelöst wird.

QUELLE: Nach einer wikipedia-Definition

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Synonyme - Digitaler Wandel
Digitalisierung

Digitalisierung

bezeichnet im engeren Sinne den Prozess der Umwandlung analoger Informationen in digitale Formate und die Vernetzung technischer Systeme.

Sie umfasst sowohl die  Anpassung/Konvertierung von Papierdokumenten in digitale Daten als auch die Automatisierung und Optimierung von Prozessen durch digitale Technologien.

In Wirtschaft, Bildung und Verwaltung spielt die Digitalisierung eine zentrale Rolle, indem sie neue Möglichkeiten für Effizienz, Kommunikation und Innovation schafft. Sie fördert die Vernetzung von Geräten, Systemen und Menschen und verändert Arbeitsprozesse und Geschäftsmodelle nachhaltig.

► siehe auch: »Digitale Transformation«

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DigitalPakt 2.0

Der DigitalPakt Schule II setzt den 2019 initiierten ersten DigitalPakt fort und wurde 2023 von Bund und Ländern beschlossen.

Er soll bis 2027 die digitale Bildung an deutschen Schulen weiter stärken. Zwei zentrale Ziele stehen im Fokus:

  1. Bessere digitale Ausstattung: Schulen werden weiter bei der Anschaffung und Wartung von Geräten wie interaktiven Whiteboards, Tablets und Laptops unterstützt. Auch die Netzwerkinfrastruktur wird ausgebaut.

  2. Weiterbildung der Lehrkräfte: Lehrkräfte sollen verstärkt in der Anwendung digitaler Medien und Technologien geschult werden, um den Unterricht moderner und effektiver zu gestalten.

Dafür stellt der Bund 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung. Ein wichtiger Aspekt des DigitalPakt II ist die Nachhaltigkeit: Die langfristige Nutzung und Wartung der digitalen Infrastruktur soll gewährleistet sein. Ziel ist es, die Schulen auf ihrem Weg in eine zukunftsfähige Bildungslandschaft zu unterstützen.

► vgl.: DigitalPakt Schule

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Synonyme - DigitalPakt Schule II, DigitalPakt II, DigitalPakt 2, DigitalPakt Schule 2.0
DigitalPakt Schule

Der DigitalPakt Schule ist eine Initiative der Bundesregierung, um die digitale Infrastruktur an Schulen zu verbessern.

Ziel ist es, die technische Ausstattung, wie Computer, Tablets und digitale Lernplattformen, zu modernisieren und auszubauen.

Gleichzeitig werden Mittel für die Vernetzung von Schulen, den Aufbau von WLAN und die Schulung von Lehrkräften bereitgestellt. Dadurch soll der digitale Unterricht gefördert und Schüler*innen auf die Anforderungen einer zunehmend digitalisierten Welt vorbereitet werden.

► siehe auch: DigitalPakt 2.0

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DQR

Deutscher Qualifikationsrahmen (DQR)

Der Deutsche Qualifikationsrahmen ordnet Qualifikationen des deutschen Bildungssystems acht Niveaustufen zu. Ziel ist es, die Vergleichbarkeit zwischen beruflicher, akademischer und allgemeiner Bildung zu erhöhen. Anstatt auf die Dauer des Lernens fokussiert der DQR auf Lernergebnisse und Kompetenzen.

Struktur und Relevanz
Das System bewertet Fach- und Personalkompetenz. So werden etwa Meisterabschlüsse und Bachelorgrade auf Niveau 6 als gleichwertig eingestuft. Dies stärkt die Wertschätzung beruflicher Bildung. Als nationales Pendant zum Europäischen Qualifikationsrahmen (EQR) erleichtert der DQR zudem die grenzüberschreitende Mobilität auf dem Arbeitsmarkt, ohne bestehende Zugangsregelungen zu verändern.


siehe auch:
 
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Synonyme - DQR),DQR-,Deutscher Qualifikationsrahmen
EBR

Europäischer Bildungsraum (EBR)

Der Europäische Bildungsraum (EBR) ist eine politische Initiative der Europäischen Union mit dem Ziel, bis zum Jahr 2025 die Barrieren für das Lernen und Studieren über Staatsgrenzen hinweg abzubauen. Er schafft einen Rahmen, in dem die Qualität der Bildungssysteme gesteigert und die Anerkennung von Abschlüssen vereinfacht wird. Ziel ist es, dass junge Menschen in ganz Europa die besten Bildungsangebote nutzen können und ein gemeinsames Verständnis europäischer Werte sowie kultureller Identität gefördert wird.

Strategische Schwerpunkte und Ziele
Die Umsetzung des EBR konzentriert sich auf fünf Kerndimensionen: Qualität, Inklusion, grüner und digitaler Wandel, Lehrkräfte sowie die Stärkung der Hochschulbildung. Dabei geht es insbesondere darum, grundlegende Fertigkeiten wie Lese-, Schreib- und Rechenkompetenz zu verbessern und die digitale Bildung als Standard zu etablieren. Ein zentrales Instrument ist die automatische gegenseitige Anerkennung von Qualifikationen und Studienaufenthalten im Ausland, um die im Programm »Erasmus+« angestrebte Mobilität institutionell zu verankern.

Abgrenzung zum EHEA
Vom Europäischen Bildungsraum ist der Europäische Hochschulraum (EHEA) abzugrenzen. Während der EHEA (oft als »Bologna-Prozess« bezeichnet) primär auf die Vergleichbarkeit und Qualität der Hochschullehre fokussiert, umfasst der EBR alle Bildungsebenen – von der frühkindlichen Bildung über die schulische und berufliche Ausbildung bis hin zum lebenslangen Lernen. Der EBR fungiert somit als integratives Dach für die bildungspolitische Zusammenarbeit in der EU.


Weiterführende Informationen:
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Synonyme - (EBR), Europäischer Bildungsraum, europäischen Bildungsraum
ECTS

European Credit Transfer and Accumulation System

Das ECTS ist ein europaweit einheitliches Punktesystem zur Anerkennung und Vergleichbarkeit von Studienleistungen im Hochschulbereich. Es wurde im Rahmen des Bologna-Prozesses eingeführt, um die Mobilität von Studierenden zu erleichtern und Transparenz zwischen Bildungssystemen zu schaffen.

Ein ECTS-Punkt (Credit Point) steht für den durchschnittlichen Arbeitsaufwand von etwa 25 bis 30 Stunden. Ein Studienjahr umfasst in der Regel 60 Punkte.

Das System ermöglicht sowohl die Anrechnung bereits erbrachter Leistungen als auch die Planung individueller Lernpfade innerhalb Europas.

 

Weiterführende Informationen (Wikipedia)

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Synonyme - ECTS, European Credit Transfer and Accumulation System
EQR

Europäischer Qualifikationsrahmen (EQR)

Der Europäische Qualifikationsrahmen dient als gemeinsames europäisches Referenzsystem, das Qualifikationen über Ländergrenzen hinweg vergleichbar macht. Er fungiert als Übersetzungsinstrument, um die Transparenz und Mobilität von Lernenden sowie Arbeitnehmenden innerhalb Europas zu fördern. Durch die Einordnung von Abschlüssen in acht Niveaustufen ermöglicht der EQR eine objektive Einschätzung von Kompetenzen, unabhängig vom nationalen Bildungssystem.

Struktur und Lernergebnisse
Das System basiert auf acht Referenzniveaus, die durch Lernergebnisse definiert werden. Diese beschreiben, was eine Person nach Abschluss eines Lernprozesses weiß, versteht und zu tun in der Lage ist. Dabei wird zwischen Kenntnissen, Fertigkeiten sowie Verantwortung und Autonomie unterschieden. Dieser Fokus auf den Output ersetzt die reine Orientierung an der Dauer oder dem Ort einer Ausbildung.

Abgrenzung zum DQR
Vom EQR abzugrenzen ist der Deutsche Qualifikationsrahmen (DQR). Während der EQR den europaweiten Metarahmen bildet, ist der DQR dessen nationale Umsetzung. Er ordnet deutsche Abschlüsse wie den »Master« oder den »Bachelor« konkret den Stufen zu (beide auf Niveau 6), um deren Gleichwertigkeit auf europäischer Ebene sichtbar zu machen.

 


siehe auch:
 
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Synonyme - EQR), EQR-, EQF, Europäischer Qualifikationsrahmen
Erasmus+

Erasmus+

Erasmus+ ist das EU-Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport. Es zielt darauf ab, die grenzüberschreitende Mobilität sowie die transnationale Zusammenarbeit zu fördern, um die Kompetenzen und die Beschäftigungsfähigkeit der Teilnehmenden zu verbessern. Durch finanzielle Förderungen ermöglicht das Programm Einzelpersonen, einen Teil ihres Studiums, ihrer Ausbildung oder ihrer beruflichen Weiterentwicklung im europäischen Ausland zu absolvieren.

Programmbereiche und Zielgruppen
Das Programm vereint ehemals getrennte EU-Förderlinien wie »Comenius«, »Erasmus«, »Leonardo da Vinci« und »Grundtvig« unter einem Dach. Es richtet sich an ein breites Spektrum von Akteuren, darunter Studierende, Auszubildende, Lehrkräfte, pädagogisches Personal sowie junge Menschen im Bereich der Jugendarbeit. Neben der individuellen Mobilität unterstützt Erasmus+ Partnerschaften zwischen Bildungseinrichtungen, Betrieben und Organisationen, um Innovationen im Bildungsbereich voranzutreiben und den digitalen sowie ökologischen Wandel zu fördern.

Abgrenzung und Bedeutung
Im Gegensatz zu reinen Austauschprogrammen legt Erasmus+ einen starken Fokus auf die formale Anerkennung der im Ausland erworbenen Lernergebnisse, etwa durch das European Credit Transfer and Accumulation System (ECTS). Es ist strikt von nationalen Förderungen wie dem Auslands-BAföG abzugrenzen, da es als supranationales Instrument der EU fungiert und die europäische Integration durch persönlichen Austausch stärkt. 


siehe auch:
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Synonyme - Erasmus, Erasmus plus, Erasmus +
EuroPass

Europass

Der »Europass« ist ein kostenloses Instrument der Europäischen Union, das Qualifikationen und Kompetenzen europaweit vergleichbar macht. Er fördert die Mobilität auf dem Arbeits- und Bildungsmarkt, indem er individuelle Profile durch standardisierte Formate transparent und über Ländergrenzen hinweg verständlich darstellt.

Funktionen und Dokumente
Das System bietet ein digitales Portal zur Verwaltung von Kompetenzen sowie zur Erstellung einheitlicher Lebensläufe. Ergänzende Dokumente wie der »Zeugnisanhang« oder der »Diplomzusatz« erläutern nationale Abschlüsse für das Ausland. Die »Europass-Mobilität« dokumentiert zudem Lernerfahrungen aus Auslandsaufenthalten.

Einordnung
Als ergänzendes Übersetzungsinstrument ersetzt der Europass keine nationalen Zeugnisse. Er fungiert als Schnittstelle, die Arbeitgebenden die Bewertung internationaler Bewerbungen erleichtert und die Durchlässigkeit im europäischen Bildungsraum erhöht.


Weiterführende Informationen:

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Fake News

»Fake News« beschreibt bewusst verbreitete Falschmeldungen, deren Ziel es ist, Meinungen zu beeinflussen oder Unsicherheit zu erzeugen.

Diese Nachrichten wirken oft seriös, sind jedoch manipuliert oder vollständig erfunden. Neben der Absicht, falsche Informationen glaubwürdig erscheinen zu lassen, dienen sie auch dazu, Verwirrung zu stiften und die Wahrnehmung zu fördern, dass »alles möglich« sei – selbst das Unlogische oder Verstörende. Dadurch wird der Eindruck erweckt, dass keine festen Fakten mehr existieren.

Ein weiteres Ziel von Fake News besteht darin, die Legitimität von wissenschaftlichen Erkenntnissen zu untergraben. Dies schwächt das Vertrauen in faktenbasierte Argumentationen und ebnet den Weg für Desinformation.

Die Verbreitung über soziale Medien ermöglicht es, ein breites Publikum zu erreichen. Dies trägt maßgeblich zur Spaltung der Gesellschaft bei, da extreme Meinungen verstärkt und konstruktive Debatten erschwert werden. Langfristig untergräbt der Einsatz von Fake News das Vertrauen in seriöse Medien und demokratische Strukturen.

Desinformation als hybride Bedrohung

bezeichnet »falsche oder irreführende Informationen, die durch fremde Staaten, auch mittels nichtstaatlicher Akteure, mit dem Ziel der Destabilisierung von Staaten durch die Beeinflussung der öffentlichen Meinungs- und Willensbildung verbreitet werden« (Bundesregierung),

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Synonyme - FakeNews, Fakes, Desinformation
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