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BA-X (August 2019): Kräftenachfrage gibt auf hohem Niveau weiter nach

BA X

BA-Stellenindex für Deutschland im August 2019 

Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA-X), ein Indikator für die Arbeitskräftenachfrage in Deutschland, ist im August gegenüber Juli um einen auf 242 Punkte zurückgegangen. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich ein Minus von 10 Punkten. Nach einer langen Phase des Wachstums gibt die Kräftenachfrage damit auf hohem Niveau weiter nach. Mit seinem aktuellen Wert signalisiert der BA-X aber insgesamt eine nach wie vor hohe Einstellungsbereitschaft der Unternehmen.

Hintergrund des Rückgangs des BA-X ist die derzeitige wirtschaftliche Schwächephase, die sich vor allem in den konjunkturnahen Branchen, wie der Verkehr- und Logistikbranche, dem Verarbeitenden Gewerbe, der Zeitarbeitsbranche aber auch dem Handel bemerkbar macht. Bei den Unternehmen dieser Wirtschaftsbereiche fällt der Bedarf an Arbeitskräften derzeit geringer aus als im Vorjahr. Im Gegensatz dazu ist bei den Unternehmen aus den konjunkturunabhängigen Dienstleistungsbranchen, wie der Öffentlichen Verwaltung, dem Gesundheits- und Sozialwesen, dem Bereich Erziehung und Unterricht aber auch bei den Qualifizierten Unternehmensdienstleistungen weiterhin eine steigende Nachfrage nach neuen Mitarbeitern festzustellen.

Insgesamt sind knapp 15 Prozent des Stellenbestands dem Handels- und Logistiksektor zuzuordnen. Jeweils weitere neun Prozent der Vakanzen werden von Unternehmen aus dem Gesundheits- und Sozialwesen und dem Verarbeitenden Gewerbe gemeldet. Knapp acht Prozent stammen aus dem Bereich der Qualifizierten Unternehmensdienstleistungen und gut sechs Prozent entfallen auf die Baubranche. Ein knappes Drittel der gemeldeten Stellen geht nach wie vor auf Zeitarbeitsunternehmen zurück. Diese Branchen spielen damit eine wichtige Rolle bei der Entwicklung der Arbeitskräftenachfrage.

 

BA X Juni 2019

 
 

Das BA-X-Konzept

Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA-X) bildet die Entwicklung der Arbeitskräftenachfrage am ersten Arbeitsmarkt ab.

Die Basis für den BA-Stellenindex bilden die bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) gemeldeten ungeförderten Arbeitsstellen, sowie die bei der BA gemeldeten Stellen für Freiberufler, Selbständige und aus der Privaten Arbeitsvermittlung. Seit dem Berichtsmonat Juli 2014 werden – rückwirkend ab Januar 2013 – auch sogenannte Kooperationspartnerstellen berücksichtigt, die Arbeitgeber der Bundesagentur für Arbeit über eine technische Schnittstelle übermitteln.

Als Abbild der Kräftenachfrage am ersten Arbeitsmarkt fließen in den BA-X sowohl die Stellenzugänge als auch die Stellenbestände ein. Die Stellenzugänge spiegeln die Dynamik des monatlichen Einstellungsgeschehens und des aktuellen Personalbedarfs der Betriebe wider. Der Stellenbestand drückt das Niveau der Kräftenachfrage aus und beinhaltet implizit auch die Verweildauer der gemeldeten Stellen. Durch die Verwendung von Zugängen und Beständen können damit sowohl die Einstellungsbereitschaft der Betriebe als auch mögliche Stellenbesetzungsschwierigkeiten abgebildet werden.

Für die Berechnung des BA-X werden die Stellenzugänge und der -bestand zunächst saison- bzw. kalenderbereinigt. Danach wird der Mittelwert aus den bereinigten Stellenzugängen und -beständen berechnet. Anschließend werden die Abweichungen auf den Referenzwert (Jahresdurchschnitt 2004), der auf 100 normiert wurde, ermittelt.

Die Saison- bzw. Kalenderbereinigung wird jeden Monat für die gesamte Zeitreihe neu durchgeführt. Dadurch kann es zu Abweichungen von früher veröffentlichten Monatsversionen des BA-X kommen.