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BA-X (Januar 2018): Kräftenachfrage bleibt auf hohem Niveau

BA X

BA-Stellenindex für Deutschland im Januar 2018.  

Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA-X), ein Indikator für die Arbeitskräftenachfrage in Deutschland, hat von Dezember auf Januar leicht um einen Punkt auf 253 Punkte nachgegeben. Im Vorjahresvergleich ist dies ein weiterhin starkes Plus von 26 Punkten.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften hat im Vorjahresvergleich in fast allen Branchen zugenommen, besonders stark in der Zeitarbeit, dem Handel, dem Verarbeitenden Gewerbe sowie den
Qualifizierten Unternehmensdienstleistungen. Rückgänge waren im Bereich Erziehung und Unterricht und bei den Energieversorgern zu verzeichnen. Die Entwicklung im Bereich Erziehung und Unterricht dürfte auch mit der Fluchtmigration zusammenhängen: zu Jahresbeginn 2017 benötigte diese Branche aufgrund hoher Flüchtlingszahlen viel Personal für das Flüchtlingsmanagement und für Integrationskurse. Das hat die Zahl der gemeldeten Stellen zeitweise steigen lassen.

Insgesamt kam knapp jede dritte gemeldete Stelle aus dem Handel, dem Verarbeitenden Gewerbe oder dem Gesundheits- und Sozialwesen.

Das kräftige Wachstum der Arbeitskräftenachfrage ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen. Zum einen tragen der wirtschaftliche Aufschwung und die seit längerer Zeit steigende Zahl der Beschäftigten zur anhaltend starken Kräftenachfrage bei. Dadurch nimmt auch der fluktuationsbedingte Ersatzbedarf zu und es entsteht insgesamt mehr Bewegung auf dem Arbeitsmarkt, weil mehr Personen ihren Arbeitsplatz wechseln. Zum anderen wirken sich die in manchen Bereichen zunehmenden Besetzungsschwierigkeiten der Unternehmen sowie die gestiegene Nachfrage nach Teilzeitbeschäftigung auf das Niveau der Arbeitskräftenachfrage aus.

Dies spiegelt sich auch im BA-X wider:

 BA X Januar 2018
 
 

Das BA-X-Konzept

Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA-X) bildet die Entwicklung der Arbeitskräftenachfrage am ersten Arbeitsmarkt ab.

Die Basis für den BA-Stellenindex bilden die bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) gemeldeten ungeförderten Arbeitsstellen, sowie die bei der BA gemeldeten Stellen für Freiberufler, Selbständige und aus der Privaten Arbeitsvermittlung. Seit dem Berichtsmonat Juli 2014 werden – rückwirkend ab Januar 2013 – auch sogenannte Kooperationspartnerstellen berücksichtigt, die Arbeitgeber der Bundesagentur für Arbeit über eine technische Schnittstelle übermitteln.

Als Abbild der Kräftenachfrage am ersten Arbeitsmarkt fließen in den BA-X sowohl die Stellenzugänge als auch die Stellenbestände ein. Die Stellenzugänge spiegeln die Dynamik des monatlichen Einstellungsgeschehens und des aktuellen Personalbedarfs der Betriebe wider. Der Stellenbestand drückt das Niveau der Kräftenachfrage aus und beinhaltet implizit auch die Verweildauer der gemeldeten Stellen. Durch die Verwendung von Zugängen und Beständen können damit sowohl die Einstellungsbereitschaft der Betriebe als auch mögliche Stellenbesetzungsschwierigkeiten abgebildet werden.

Für die Berechnung des BA-X werden die Stellenzugänge und der -bestand zunächst saison- bzw. kalenderbereinigt. Danach wird der Mittelwert aus den bereinigten Stellenzugängen und -beständen berechnet. Anschließend werden die Abweichungen auf den Referenzwert (Jahresdurchschnitt 2004), der auf 100 normiert wurde, ermittelt. Die Saison- bzw. Kalenderbereinigung wird jeden Monat für die gesamte Zeitreihe neu durchgeführt. Dadurch kann es zu Abweichungen von früher veröffentlichten Monatsversionen des BA-X kommen.