KIWi: Beratung zur internationalen Hochschulkooperation

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DAAD baut Beratungsangebot für deutsche Hochschulen aus

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) baut das Kompetenzzentrum Internationale Wissenschaftskooperationen (KIWi) aus. Er reagiert damit auf den gestiegenen Beratungsbedarf der deutschen Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen in Zeiten zunehmender Unsicherheit in der internationalen Wissenschaftskooperation.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt den weiteren Ausbau des Zentrums mit zusätzlich rund einer Million Euro pro Jahr.

»Wissenschaftliche Kooperationen finden international immer häufiger in einem von Krisen, Konflikten und Unsicherheiten geprägten Umfeld statt. Zugleich ist die grenzüberschreitende akademische Zusammenarbeit zur Lösung der komplexen Herausforderungen für die Menschheit und unseren Planeten wichtiger denn je. Um Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen umfassender in der internationalen Wissenschaftskooperation zu beraten und zu begleiten, haben wir auf Empfehlung des Wissenschaftsrats vor vier Jahren das KIWi gegründet. Mit den neuen finanziellen Mitteln können wir nun den Ausbau der vielfältigen Beratungs- und Vernetzungsaktivitäten angehen. Mit Blick auf die globalen Spannungen in unserer aktuellen ‚Welt-Unordnung‘ kommt dieser Ausbau zur richtigen Zeit«, sagte DAAD-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee.

Mehr Beratung in herausfordernden Zeiten

Das Kompetenzzentrum unterstützt als »Pfadfinder« die deutschen Hochschulen bei der erfolgreichen Umsetzung internationaler Kooperationsprojekte. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des KIWi greifen dazu auf die Regionalexpertise des DAAD und seiner rund 70 Büros weltweit sowie auf das Wissen seiner Mitgliedshochschulen zurück.

Die Anforderungen an die Hochschulen in der internationalen Zusammenarbeit sind dabei in den vergangenen Jahren gewachsen: Außenwissenschaftspolitische Entwicklungen in aller Welt wirken sich immer stärker auf die internationalen Kooperationen aus. Hochschulleitungen, International Offices und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind bei grenzüberschreitenden Projekten damit konfrontiert, auch langjährig etablierte Kontakte und Beziehungen zu bewerten und bei Bedarf neu auszurichten.

Der Ausbau des KIWi nimmt diese Bedarfe auf: Neben der individuellen Beratung wird künftig das Thema »Außenwissenschaftspolitischer Dialog und wertebasiertes Handeln« eine wichtige Rolle spielen. Dabei sollen Themen wie Forschungssicherheit und oder wissenschaftliche Integrität so aufbereitet werden, dass Hochschulen sie als Leitfäden in ihrer Kooperationspraxis einsetzen können. Zudem sollen Best-Practice-Beispiele aus anderen Ländern für die deutschen Wissenschaftseinrichtungen nutzbar gemacht werden.

Zur Förderung neuer Auslandskontakte sind zudem Matchmaking-Veranstaltungen mit ausländischen Partnern sowie Inhouse-Seminare an den Hochschulen gemeinsam mit der Internationalen DAAD-Akademie (iDA) geplant.

Hintergrund
Der Aufbau des Kompetenzzentrum Internationale Wissenschaftskooperationen geht auf eine Empfehlung des Wissenschaftsrats aus dem Jahr 2018 zurück. Mit finanzieller Unterstützung aus dem Auswärtigen Amt und dem BMBF wurde das Zentrum 2019 gegründet, um die deutschen Hochschulen und Wissenschaftsreinrichtungen bei der Anbahnung, Umsetzung und dem Ausbau ihrer internationalen Aktivitäten zu unterstützen.

Wichtige Beratungsfelder stellen die Themen ‚Risiko und Sicherheit‘ sowie ‚rechtliche Rahmenbedingen‘ dar. Das KIWi ist zudem Anlaufstelle, um Anfragen mit Blick auf Wissenschaftskooperationen zu beantworten, Informationen und Empfehlungen für die Kooperationspraxis aufzubereiten und die verantwortlichen Personen deutscher Wissenschaftseinrichtungen zu vernetzen.


  VERWEISE  


Bericht zu internationalen Kooperationen in Bildung, Wissenschaft und Forschung
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