Vernetzt, Innovativ, International

BMBF3

Kabinett verabschiedet Strategie zur Internationalisierung von Bildung und Forschung     

Das Bundeskabinett hat am 1. Februar 2017 die Strategie der Bundesregierung beschlossen, wie in Zukunft die internationale Ausrichtung des deutschen Bildungs-, Wissenschafts- und Innovationssystems ausgestalten werden soll. Die Strategie, unter Federführung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung erarbeitet, nimmt Digitalisierung, zunehmenden globalen Wettbewerb um Wissen und Märkte, Umweltveränderungen und Ursachen und Auswirkungen von Migration und Flucht auf und leitet Handlungsansätze ab.

»Wir setzen darauf, dass gerade internationale Aufgeschlossenheit und Kooperation Deutschland als Forschungs- und Innovationsstandort stärken. Wir leben in einer vernetzen Welt, die Digitalisierung beschleunigt diese Entwicklungen rasant. Die globale Wissensgesellschaft, die dadurch entsteht, birgt enormes Potenzial - wenn man sie richtig nutzt. Hierfür schaffen wir die Voraussetzungen«, sagte Bundesforschungsministerin Johanna Wanka.

Erstmals ist in der Strategie auch die weitere Internationalisierung von beruflicher und allgemeiner Bildung berücksichtigt, als Grundlage für eine exzellente Wissenschaft und Forschung. Zudem wird der wachsenden Bedeutung des Europäischen Forschungsraums Rechnung getragen.

Unter dem Leitmotiv »Internationale Kooperation: vernetzt und innovativ« definiert die Strategie fünf handlungsleitende Ziele:

  • Die Exzellenz des deutschen Wissenschafts- und Forschungssystem auf anhaltend hohem Niveau halten und steigern.
  • Deutschlands Innovationskraft international stärker entfalten.
  • Berufsbildung und Qualifizierung internationaler ausbauen.
  • Schwellen- und Entwicklungsländer verstärkt als Partner in die Ausgestaltung der globalen Wissensgesellschaft einbinden.
  • Die europäische und internationale Zusammenarbeit zur Lösung globaler Herausforderungen intensivieren.

Das BMBF wird beispielsweise die Zusammenarbeit mit Schwellen- und Entwicklungsländern allein in diesem Jahr mit rund 41 Millionen Euro für den Aufbau nachhaltiger Forschungs- und Bildungskapazitäten in Subsahara-Afrika fördern. Zudem werden ab Mitte 2017 fünf Millionen Euro jährlich in die internationale Berufsbildungskooperation mit Industrie- und Schwellenländern durch öffentlich-private Partnerschaften fließen. Auch werden forschungsintensive kleine und mittlere Unternehmen bei internationalen Kooperationen unterstützt.

 

 

Ähnliche Themen in dieser Kategorie

21.08.2025

Für das Jahr Haushaltsjahr 2026 sieht der Regierungsentwurf für das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt Ausgaben in Höhe von 21,3 Milliarden Euro vor. Das sind rund 1,1 Milliarden Euro weniger als im Entwurf für den Haushalt 2025). Als Einnahmen sind im …

12.08.2025

Kommission: Deutschland braucht leistungsfähigeres Innovationssystem Die Forschungs- und Innovationspolitik der Bundesregierung wird von der unabhängigen Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) im aktuellen Gutachten scharf kritisiert. Die Kommission …

08.08.2025

EU-Kommission bittet um Stellungnahmen zum geplanten Rechtsakt zum Europäischen Forschungsraum (EFR). Der Gesetzesvorschlag wird sich mit den verbleibenden Herausforderungen bei der Schaffung eines Binnenmarktes für Forschende, Wissen und Technologie - oft als fünfte Freiheit …

20.06.2025

Neue Chancen für Talente: EU stärkt Wissenschaft und Arbeitsmarkt Die Europäische Kommission stellt im Rahmen des Arbeitsprogramms »Horizont Europa 2025« mehr als 7,3 Milliarden Euro für Forschung und Innovation bereit. Ziel ist es, Europas Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, den …

.
Oft gelesen...