Kompass durch die Transformation: Der TÜV-Leitfaden für strategische KI-Weiterbildung

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Orientierung in Zeiten raschen Wandels

Der TÜV-Verband legt mit dem Leitfaden »Weiterbildung in Zeiten der Transformation« eine praxisnahe Handreichung vor, die Unternehmen beim Aufbau einer strategischen Weiterbildungsplanung unterstützt.

Im Zentrum stehen Qualifizierungswege für Zukunftskompetenzen – vor allem im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) –, die für die Wettbewerbsfähigkeit in einer digital geprägten Ökonomie essenziell sind.

Transformationsdruck wächst

Der Verband verweist darauf, dass für ein rohstoffarmes Land wie Deutschland Wissen, Qualifikation und Innovationskraft die Grundlage des wirtschaftlichen Erfolgs bilden.

Dr. Joachim Bühler, Geschäftsführer des TÜV-Verbands, betont, dass fehlende Investitionen in Weiterbildung den Verlust von Anschlussfähigkeit nach sich ziehen könnten. Er verweist darauf, dass insbesondere KI-Kompetenzen und sogenannte Future Skills systematisch aufgebaut werden müssen.

Eine aktuelle Forsa-Befragung unter 1.005 Personen ab 16 Jahren verdeutlicht den Handlungsdruck: 57 Prozent der Bürger*innen äußern die Befürchtung, dass KI-Technologien Arbeitsplätze kosten könnten. 32 Prozent sorgen sich, beruflich zurückzufallen, wenn ihnen KI-Kompetenzen fehlen. Diese Werte illustrieren die Bedeutung zielgerichteter Qualifizierungsangebote.

Leitfaden als praxisnahes Werkzeug

Viele Unternehmen stehen vor der Aufgabe, ein konsistentes Weiterbildungskonzept zu entwickeln. Besonders kleine und mittlere Unternehmen (KMU) kämpfen mit knappen Ressourcen, unübersichtlichen Förderoptionen und einer fragmentierten Angebotslandschaft. Der Leitfaden adressiert genau diese Herausforderungen. Er bietet verständliche Begriffsklärungen, kompakte Checklisten und konkrete Handlungsschritte, um betriebliches Lernen strukturiert aufzubauen.

Der Leitfaden richtet sich an Geschäftsleitungen, Personalverantwortliche und Führungskräfte. Gleichzeitig enthält er Impulse für politische Entscheidungsträger*innen, etwa für eine Weiterentwicklung der Nationalen Weiterbildungsstrategie oder den Abbau struktureller Hürden.

Zukunftsfähigkeit braucht klare Kompetenzziele

Der TÜV-Verband unterstreicht, dass der Wirtschaftsstandort Deutschland auf eine zukunftsorientierte Fachkräfteentwicklung angewiesen ist. Dazu gehören eindeutige Kompetenzziele, verlässliche Fördermechanismen und bessere Rahmenbedingungen für Betriebe. Die Nationale Weiterbildungsstrategie und die Nationale Weiterbildungskonferenz seien wichtige Schritte auf dem Weg zur »Weiterbildungsrepublik«.

Die Weiterbildungslandschaft bleibt jedoch komplex. Viele Angebote sind schwer vergleichbar, und es fehlt an zeitlichen und finanziellen Ressourcen für die Umsetzung.

Bühler betont, dass eine Weiterbildungsstrategie benötigt werde, die schnell Wirkung entfaltet. Vor allem KMU seien auf Planbarkeit, klare Orientierung und niedrigschwellige Zugänge zu hochwertigen Lernangeboten angewiesen. 


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