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Gestatten, Herr und Frau Weiterbildner

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Vom Computerkurs an der Volkshochschule bis zum Managementseminar an einer privaten Akademie – Fachkräfte in der Weiterbildung sind für die deutsche Wirtschaft unverzichtbar. Doch wer entscheidet sich eigentlich für diesen Beruf?

Frage: »Was machen Sie denn beruflich?« Antwort: »Ich bin Weiterbildner.« Weiterbildner? Ja, so heißen im Fachjargon jene gut 1,3 Millionen Frauen und Männer, die in der innerbetrieblichen Weiterbildung oder an offenen Einrichtungen wie Sprachschulen oder privaten Hochschulen und Akademien tätig sind.

Bislang gab es jedoch keine verlässlichen Daten über diese Berufsgruppe. Eine Studie des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung, des Bundesinstituts für Berufsbildung und der Universität Duisburg/Essen füllt diese Lücke:

Das Profil der Weiterbildner

Mehr als 80 Prozent aller Weiterbildner haben einen beruflichen Abschluss als Meister oder Techniker oder einen akademischen Abschluss. Und sie haben eine Menge Lebenserfahrung, denn ihr Durchschnittsalter liegt bei 50 Jahren. Mit 49,4 Prozent sind fast genau die Hälfte der Beschäftigten Frauen, und gut 60 Prozent aller Weiterbildner üben ihren Beruf im Nebenerwerb aus.

Menschen, die in der Weiterbildung arbeiten, möchten andere an ihrem Erfahrungsschatz teilhaben lassen

Motive der Berufswahl

Warum wird jemand Weiterbildner? »Ich wollte meine Kenntnisse und Erfahrungen weitergeben«, sagen rund drei Viertel derjenigen, die sich zum ersten Mal für einen Beruf in der Weiterbildung entschieden haben (Grafik). Dahinter folgen die Motive »Die Tätigkeit passte zu meiner Lebensgestaltung« und »Die Tätigkeit entsprach meinem Berufswunsch«.

 

Beruf Weiterbildner

 

Das Einkommen

Zwar geben weniger als 40 Prozent der Weiterbildner an, ihren Beruf auch aus finanziellen Gründen gewählt zu haben – das schlechteste Motiv wäre das jedoch nicht. Denn mit 3.300 Euro liegt das durchschnittliche Einkommen eines Vollzeitbeschäftigten an einer Weiterbildungseinrichtung immerhin fast 10 Prozent über dem durchschnittlichen Bruttomonatseinkommen aller sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten. Bei Selbstständigen sind es mit 2.057 Euro aber fast 1.000 Euro weniger.

 

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  • QUELLE: Christoph Metzler, IW Köln ...