Was Studierende bei der Wahl ihrer Universität erwarten

Alma mater

Universitäten liefern keine Ergebnisse: Ein Drittel der Studierenden sagen, dass sie sich bei der Wahl ihrer Universität negativ oder neutral fühlen

Laut einem neuen EY-Bericht müssen die Universitäten dringend ihre Praktiken im Bereich der digitalen Bildung und die Erfahrungen der Studierenden überarbeiten, damit ihre Dozenten den Erwartungen ihrer Studenten wieder gerecht werden können.

Der Qualität der Lehre wurde von den befragten Studenten höchste Priorität beigemessen (83 % nannten sie als Priorität). Der Anteil des Präsenz-Unterrichts im Vergleich zum Online-Lernen wurde als nicht besonders wichtig eingestuft, wobei die Qualität des Online-Lernens im Zufriedenheitsranking der Studierenden an letzter Stelle rangierte.

Die Studierenden wünschten sich Investitionen in die Ausbildung von Dozenten, um Online-Lernen effektiver zu gestalten (45 %), in die Entwicklung besserer Online-Lernmaterialien (41 %) und in die Unterstützung der Studierenden beim effektiven digitalen Lernen (40 %).

Neue Systeme können dem Personal helfen, erfordern aber Schulung und Zeit

Der Bericht zeigt, dass mehr zur Unterstützung des Lehrpersonals getan werden muss, damit es sich stärker auf seine Kernaufgaben in der Lehre, die Unterstützung der Studierenden oder die Forschung konzentrieren kann. Die Teilnehmer der Fokusgruppe wünschen sich weitere Schulungen zu bewährten Praktiken für den gemischten Unterricht (Online und Präsenz), sowohl im Hinblick auf die Entwicklung von Lehrplänen und Inhalten für effektives digitales oder gemischtes Lernen als auch auf die Bereitstellung von Lehr- und Lernunterstützung.

Dozenten und Mitarbeiter benötigen mehr Zeit, um neue Instrumente und Arbeitsweisen zu erlernen. Sie geben an, dass sie derzeit zu viel Zeit damit verbringen, sich mit unzähligen neuen Systemen und Tools zu beschäftigen, die nicht intuitiv, schwierig zu bedienen oder redundant sind.

Hintergrund
Für den Bericht wurden Daten von mehr als 3.000 Studierenden und Doktoranden aus elf Ländern (Australien, Kanada, Indien, Irland, Japan, Neuseeland, Saudi-Arabien, Singapur, Vereinigte Arabische Emirate, Vereinigtes Königreich und USA) sowie Fokusgruppen von Mitarbeitern und Interviews mit Universitätsleitern ausgewertet.


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