wb-web: Alles was Recht ist - 2026

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Rechtliche Sicherheit in der digitalen Weiterbildung: Fokus auf KI und Datenschutz

Ein zentrales Thema für viele Akteure in der Weiterbildung ist die rechtliche Absicherung digitaler Bildungsformate. Susanne Witt vom Portal wb-web hat eine umfassende Aktualisierung des Dossiers »Recht in der Weiterbildung« vorgelegt, das als essenzieller Leitfaden für Bildungsträger angesehen werden kann.

Künstliche Intelligenz im regulatorischen Kontext

Die Integration von KI in die Erwachsenenbildung stellt Lehrende vor neue Herausforderungen. Das Dossier »Alles was Recht ist - 2026« beleuchtet die aktuelle Rechtslage, die zunehmend durch europäische Vorgaben geprägt wird.

Ein kritischer Punkt ist die Haftung für KI-generierte Inhalte sowie die Einhaltung des Urheberrechts bei der Nutzung von Sprachmodellen für die Erstellung von Lehrmaterialien.

In Fachkreisen wird deutlich betont, dass Bildung nicht nur die Nutzung von KI vermitteln, sondern selbst in einem rechtssicheren Raum stattfinden muss. Die sechste Folge des Dossiers bietet hierzu spezifische Leitfäden für den praktischen Einsatz in Einrichtungen. Dabei geht es auch um die Frage, wie KI-Systeme zur Barrierefreiheit beitragen können, ohne den Datenschutz zu korrumpieren.

Datenschutz und das »Digital Package«

Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) bleibt der Ankerpunkt für die Verarbeitung personenbezogener Daten in der Weiterbildung. Neu hinzu kommt im Jahr 2026 die Diskussion um das sogenannte »Digital Package«, das als Artikelgesetz für das europäische Digitalrecht konzipiert ist und die ursprüngliche E-Privacy-Verordnung ersetzen soll. Für Weiterbildungseinrichtungen bedeutet dies eine weitere Präzisierung ihrer Pflichten bei der Erhebung von Nutzerdaten auf Lernplattformen.

Besondere Aufmerksamkeit widmet das Dossier auch dem Status von Lehrenden. Das sogenannte »Herrenberg-Urteil« wird weiterhin intensiv diskutiert, da es weitreichende Konsequenzen für die Rentenversicherungspflicht von Honorarkräften in der Weiterbildung hat. Diese Rechtsunsicherheit belastet viele Träger und erfordert neue vertragliche Modelle, um die soziale Absicherung der Lehrenden zu gewährleisten. 


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