Niedersachsen unterstützt Regionale Fachkräftebündnisse für weitere drei Jahre

Land Niedersachsen

Niedersachsen unterstützt Regionale Fachkräftebündnisse weitere drei Jahre mit 12,9 Millionen Euro

Zum 1. September 2024 hat das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung die Anerkennung der regionalen Fachkräftebündnisse um weitere drei Jahre verlängert.

Im Rahmen der landesweiten Fachkräfteinitiative Niedersachsen werden die Bündnisse in diesem Zeitraum mit 12,9 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) gefördert. Zusätzlich werden Landesmittel zur Verfügung gestellt.

Die Förderung erfolgt über die Richtlinie »Förderung Regionaler Fachkräftebündnisse 2021-2027«, mit der Projekte gefördert werden, die zuvor von den Fachkräftebündnissen entsprechend der regionalen Bedarfe bewertet wurden.

Aufbau und Organisation der Fachkräftebündnisse

In den Fachkräftebündnissen sind verschiedene regionale Arbeitsmarktakteure organisiert, darunter Landkreise, kreisfreie Städte, Industrie- und Handelskammern, Arbeitgeberverbände, Gewerkschaften sowie Agenturen für Arbeit oder Jobcenter. Ein solches Bündnis muss mindestens zwei Landkreise oder einen Landkreis und eine kreisfreie Stadt umfassen. Auch die Ämter für regionale Landesentwicklung können als beratende Mitglieder eingebunden werden. Darüber hinaus können Hochschulen, Universitäten und Akteure der Sozialwirtschaft Mitglieder dieser Bündnisse sein.

Regionale Fachkräftestrategien: Analyse und Schwerpunkte

Die Fachkräftestrategien der Allianzen basieren auf einer Analyse des regionalen Arbeitsmarktes und setzen sich konkrete Ziele zur Verbesserung der Fachkräftesituation. Die Strategien konzentrieren sich auf zentrale Themen wie

  • Digitaler und ökologischer Wandel und der damit verbundene Fachkräftebedarf
  • Fachkräftebedarf in der Sozialwirtschaft, insbesondere im Pflege- und Gesundheitsbereich
  • Fachkräftebedarf für regionale Zukunftsbranchen, Engpassberufe sowie wichtige Zielgruppen wie Frauen und internationale Fachkräfte.

Die Fachkräftestrategien umfassen Arbeitsmarktregionen mit gemeinsamen Herausforderungen bei der Fachkräftesicherung.

Rückblick und aktuelle Projekte

Seit der ersten Anerkennung der Fachkräfteallianzen im Jahr 2015 wurden in der EU-Förderperiode 2014-2020 rund 200 Fachkräfteprojekte initiiert. In der aktuellen Förderperiode 2021-2027 konnten bisher rund 70 Projekte auf den Weg gebracht werden, viele davon mit dem Schwerpunkt Weiterbildung.

Ein Beispiel ist der Aufbau von Welcome Centern" zur Unterstützung von internationalen Fachkräften und Unternehmen. Weitere Projekte sind »Job-Chance Ems-Achse 2.0«, das die Attraktivität der Region steigern soll, und »Circular Entrepreneurship Education« (CEEplus), ein Projekt zur Berufsorientierung an Schulen, das Gründung, Innovation und Kreislaufwirtschaft fördert.

Zusammenfassung

Die Verlängerung der Anerkennung der Fachkräfteallianzen und die bereitgestellten Fördermittel unterstreichen die Bedeutung regionaler Kooperationen zur Sicherung des Fachkräftebedarfs. Die initiierten Projekte zeigen bereits positive Entwicklungen in den Bereichen Fachkräftesicherung, Weiterbildung und regionale Innovationsförderung.


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