Digitalisierung nutzen, um neue Teilhabechancen zu eröffnen

BMAS2

Am 19. und 20. November 2018 haben in Berlin die diesjährigen Inklusionstage des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales stattgefunden, eine der bundesweit größten alljährlich veranstalteten Konferenzen für Politik für Menschen mit Behinderungen.

Unter dem Motto »inklusiv - digital« diskutierten im Berliner bcc rund 500 Gäste aus Sozial-, Wohlfahrts- und Behindertenverbänden, der Wissenschaft, von Unternehmen, der Länder, der Bundesressorts und vor allem auch Menschen mit Behinderungen Chancen und Risiken der Digitalisierung für Menschen mit Behinderungen.

Der Bundesminister für Arbeit und Soziales, Hubertus Heil, sagte: »Wir werden den digitalen Fortschritt nutzen, um weitere Teilhabechancen für Menschen mit Behinderungen zu eröffnen - auch und gerade am Arbeitsplatz. Denn genau das ist die Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben«.

Am ersten Veranstaltungstag sprachen der Zukunftsforscher Dr. Daniel Dettling vom Zukunftsinstitut und Prof. Dr. Klaus Miesenberger von der Universität Linz über die möglichen Entwicklungen der Digitalisierung und die damit verbundenen Veränderungen in der Gesellschaft.

In verschiedenen Workshops und Foren diskutierten die Teilnehmenden anschließend über digitale Dienstleistungen, digitale Partizipation, Barrierefreiheit und Digitalisierung und Digitalisierung in Bildung und Arbeit, aber auch über Datenschutz und Persönlichkeitsrechte im digitalen Zeitalter.

In den Workshops und Foren wurde deutlich, wie notwendig der Austausch zum Thema Inklusion und Digitalisierung ist: Einerseits würden die neuen Chancen, die sich durch die Digitalisierung für Menschen mit Behinderungen eröffnen, oft noch nicht erkannt. Andererseits müssten die neuen Techniken und Anwendungen in der Arbeitswelt und im Dienstleistungs- und Verwaltungsbereich barrierefrei ausgestaltet sein, damit sie auch tatsächlich für alle Menschen nutzbar seien.

Bundesminister Heil nahm die Impulse auf und versprach, diese in die Digitalstrategie der Bundesregierung einzubringen. Außerdem werde der Nationale Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention unter der Überschrift »Inklusion und Digitalisierung« unter Beteiligung der Expertinnen und Experten in eigener Sache fortgeschrieben, um einer inklusiven Gesellschaft weiter näher zu kommen. Heil: »Das Ziel einer inklusiven Gesellschaft haben wir fest im Blick. Und den Weg dorthin werden wir entschlossen weitergehen«.

  

  LINKS  

 

Wie nutzen Studierende KI-Tools an ihren Hochschulen?
Unterschiedliche Nutzung von Künstlicher Intelligenz während des Studiums Die Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) im Studium variiert in Deutschland stark zwischen den verschiedenen Fächern. Zwar werden KI-Tools wie ChatGPT zunehmend von...
Digitalisierung in der österreichischen Erwachsenen- und Weiterbildung
Die Digitalisierung stellt die Erwachsenenbildung vor große Herausforderungen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des AMS. Digitalisierung in der Weiterbildung: Neue Chancen und Herausforderungen Die Studie »Digitalisierung in der...
Die Implementierung von KI an deutschen Hochschulen: Status Quo und Perspektiven
Deutsche Hochschulen machen Fortschritte bei der Implementierung von KI in Studium und Lehre, stehen jedoch vor erheblichen Herausforderungen. Dies zeigt eine aktuelle Befragung im Rahmen des neuen HFD-Blickpunkt des Hochschulforum Digitalisierung...

.