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BA-X (März 2017): »Weiterhin gute Entwicklung der Kräftenachfrage«

BA X

BA-Stellenindex für Deutschland im März 2017.  

Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA-X), ein Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland, ist im März gegenüber Februar um einen auf 227 Punkte gestiegen. Die Kräftenachfrage wächst damit auf hohem Niveau weiter. Der Vorjahresabstand fällt mit 17 Punkten auch in diesem Monat wieder deutlich aus.

Die nach wie vor aufwärts gerichtete Tendenz der Kräftenachfrage zeigt sich auch bei einem Blick in die Branchen. Nahezu quer über alle Branchen ist der Bedarf an neuen Mitarbeitenden bei den Betrieben weiterhin steigend: In knapp vier Fünfteln der Wirtschaftsabteilungen liegt die Zahl der Stellenmeldungen derzeit höher als vor einem Jahr. Am stärksten fallen die Zuwächse derzeit im Verarbeitenden Gewerbe, im Handel, im Baugewerbe sowie bei den Qualifizierten Dienstleistungen aus. Auch bei den Unternehmen in der Zeitarbeit ist der Personalbedarf weiterhin steigend.

Grundsätzlich tragen die stabile wirtschaftliche Lage sowie die seit längerer Zeit steigende Zahl der Beschäftigten zur anhaltend starken Kräftenachfrage bei. Dadurch nimmt unter anderem der fluktuationsbedingte Ersatzbedarf zu und es entsteht insgesamt mehr Bewegung auf dem Arbeitsmarkt, da mehr Personen ihren Arbeitsplatz wechseln. Darüber hinaus wirken sich die gestiegene Nachfrage nach Teilzeitbeschäftigung sowie die in manchen Bereichen zunehmenden Besetzungsschwierigkeiten der Unternehmen auf das Niveau der Arbeitskräftenachfrage aus.

Dies spiegelt sich auch im BA-X wider:

 BA X März 2017
 
 

Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA-X) bildet die Entwicklung der Arbeitskräftenachfrage am ersten Arbeitsmarkt ab.

Die Basis für den BA-Stellenindex bilden die bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) gemeldeten ungeförderten Arbeitsstellen, sowie die bei der BA gemeldeten Stellen für Freiberufler, Selbständige und aus der Privaten Arbeitsvermittlung. Seit dem Berichtsmonat Juli 2014 werden – rückwirkend ab Januar 2013 – auch sogenannte Kooperationspartnerstellen berücksichtigt, die Arbeitgeber der Bundesagentur für Arbeit über eine technische Schnittstelle übermitteln.

Als Abbild der Kräftenachfrage am ersten Arbeitsmarkt fließen in den BA-X sowohl die Stellenzugänge als auch die Stellenbestände ein. Die Stellenzugänge spiegeln die Dynamik des monatlichen Einstellungsgeschehens und des aktuellen Personalbedarfs der Betriebe wider. Der Stellenbestand drückt das Niveau der Kräftenachfrage aus und beinhaltet implizit auch die Verweildauer der gemeldeten Stellen. Durch die Verwendung von Zugängen und Beständen können damit sowohl die Einstellungsbereitschaft der Betriebe als auch mögliche Stellenbesetzungsschwierigkeiten abgebildet werden.

Für die Berechnung des BA-X werden die Stellenzugänge und der -bestand zunächst saison- bzw. kalenderbereinigt. Danach wird der Mittelwert aus den bereinigten Stellenzugängen und -beständen berechnet. Anschließend werden die Abweichungen auf den Referenzwert (Jahresdurchschnitt 2004), der auf 100 normiert wurde, ermittelt. Die Saison- bzw. Kalenderbereinigung wird jeden Monat für die gesamte Zeitreihe neu durchgeführt. Dadurch kann es zu Abweichungen von früher veröffentlichten Monatsversionen des BA-X kommen.