So lebt und lernt Deutschland
.png)
NEPS sucht ab Januar 2026 neue Teilnehmende für die Erwachsenenkohorte
Ein neuer Schritt in der empirischen Bildungsforschung ist der Start der Rekrutierung für die neue Erwachsenenkohorte des Nationalen Bildungspanels (NEPS) am 13. Januar 2026.
Das Design der Studie »So lebt und lernt Deutschland«: Das am LIfBi in Bamberg angesiedelte NEPS ist eine der weltweit größten Langzeitstudien. Die neue Rekrutierungswelle zielt auf 8.000 Personen im Alter von 21 bis 50 Jahren (Geburtskohorten 1975–2004). Die Auswahl erfolgt streng zufällig über die Einwohnermeldeämter, was die Repräsentativität sichert.
Der Paradigmenwechsel zum »Lebenslangen Lernen«: Warum ist diese Kohorte so wichtig?
Traditionelle Bildungsforschung konzentrierte sich oft auf die Schule und den Übergang in den Beruf. Die Phase danach war eine »Black Box«. In einer Zeit, in der sich Berufsbilder alle fünf Jahre radikal wandeln, ist das Lernen im Erwachsenenalter jedoch entscheidend für die ökonomische Überlebensfähigkeit der Nation.
Das NEPS will nun empirisch erfassen, wie Erwachsene lernen. Dabei liegt der Fokus explizit auf informellen Lernprozessen. Es geht nicht nur um VHS-Kurse, sondern darum: Nutzt ein 45-jähriger Handwerker YouTube-Tutorials, um eine neue Maschine zu verstehen? Wie eignen sich Büroangestellte KI-Kompetenzen an?
Diese Daten sind Goldstaub für die Politik, da sie zeigen, wo staatliche Förderung ansetzen muss und wo informelle Netzwerke bereits funktionieren.
Hintergrund
Das NEPS wird am Leibniz-Institut für Bildungsverläufe (LIfBi) in Bamberg koordiniert. Seit dem Start im Jahr 2009 ist es die größte Langzeitbefragung zu Bildung in Deutschland. Ein zentrales Anliegen der Befragungen in der NEPS-Erwachsenenkohorte ist die Erforschung des lebenslangen Lernens jenseits von Schule, Berufsausbildung und Studium. Erfasst werden hier auch die Teilnahme an Kursen sowie informelle Lerngelegenheiten im Alltag der Menschen, beispielsweise die Nutzung neuer Technologien. Neben der Erwachsenenkohorte umfasst das NEPS noch sechs weitere Kohorten und nimmt so Lebensverläufe von der frühen Kindheit bis ins hohe Erwachsenenalter in den Blick.
VERWEISE
- Weiterführende Informationen zum NEPS ...
- ► Weiterführende Informationen für Teilnehmende ...
- siehe auch: »Der Wohnort als Bildungsfaktor: Georeferenzierung macht NEPS-Daten für vielfältige kleinräumige Analysen nutzbar« ...
Ähnliche Themen in dieser Kategorie
Bedingungen für dauerhafte Lernfreude im Fokus der Forschung Die emotionale Bindung zum Lernstoff entscheidet maßgeblich über den Bildungserfolg und die Leistungsentwicklung in der Schule. Um die sozialen und strukturellen Ursachen für eine positive Lernhaltung zu …
Von der Theorie zur Statistik: Implizites Lehrerwissen messbar machen Die wissenschaftliche Erfassung pädagogischer Grundhaltungen bei Lehrkräften in den Geisteswissenschaften steht im Zentrum eines neuen Forschungsvorhabens. Das Projekt mit dem Titel »TyMin« zielt darauf ab …
Forschende können künftig eigene Studien mit Teilnehmenden des Nationalen Bildungspanels durchführen Das Leibniz‑Institut für Bildungsverläufe (LIfBi) startet den »Call für NEPS Add‑On 2025«. Forschende haben künftig die Möglichkeit, eigene Studien mit Teilnehmenden des …
Ein Schlüsselprojekt für die Bildungsforschung Das Leibniz-Institut für Bildungsverläufe (LIfBi) hat mit »NEPScomp« ein Werkzeug entwickelt, das den Einstieg in die Arbeit mit den Daten des Nationalen Bildungspanels (NEPS) deutlich vereinfacht. Es richtet sich an Studierende …
