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FuE-Ausgaben in der EU lagen 2016 weiterhin bei knapp über 2 Prozent des BIP

EuroStat2

Erste Schätzungen der Ausgaben für Forschung & Entwicklung  -  nahezu zwei Drittel wurden im Unternehmenssektor getätigt  

Im Jahr 2016 gaben die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) insgesamt über 300 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung (FuE) aus. Die FuE-Intensität, d. h. der prozentuale Anteil der FuE-Ausgaben am BIP, lag im Jahr 2016 unverändert bei 2,03%. Vor zehn Jahren (2006) betrug die FuE-Intensität 1,76%.

Ein Vergleich mit anderen wichtigen Volkswirtschaften zeigt, dass die FuE-Intensität in der EU wesentlich niedriger war als in Südkorea (4,23% im Jahr 2015), Japan (3,29% im Jahr 2015) und den Vereinigten Staaten (2,79% im Jahr 2015). Sie war jedoch in etwa ebenso hoch wie in China (2,07% im Jahr 2015) und bedeutend höher als in Russland (1,10% im Jahr 2015) und der Türkei (0,88% im Jahr 2015). Um die Wettbewerbsfähigkeit der EU zu fördern, ist die Erhöhung der FuE-Intensität in der EU auf 3% bis zum Jahr 2020 eines der fünf Leitziele der Strategie Europa 2020.

Der Unternehmenssektor war mit 65% der gesamten FuE-Ausgaben im Jahr 2016 weiterhin der wichtigste Sektor, in dem FuE-Ausgaben getätigt wurden, gefolgt vom Hochschulsektor (23%), Staatssektor (11%) und vom Sektor »private Organisationen ohne Erwerbszweck« (1%). Diese Informationen über Forschung und Entwicklung in der EU werden von Eurostat, dem Statistischen Amt der Europäischen Union, veröffentlicht. FuE ist eine wichtige Triebkraft für Innovation, und FuE-Ausgaben und FuE-Intensität sind zwei der Schlüsselindikatoren, die zur Beobachtung der Ressourcenallokation für Wissenschaft und Technologie weltweit verwendet werden.

 

FuE in der EU

 

FuE-Intensität in Schweden und Österreich bei über 3% des BIP

Im Jahr 2016 war die FuE-Intensität am höchsten in Schweden (3,25%) und Österreich (3,09%), wo die FuEAusgaben jeweils bei über 3% des BIP lagen, dicht gefolgt von Deutschland (2,94%), Dänemark (2,87%) und Finnland (2,75%). In Belgien (2,49%), Frankreich (2,22% im Jahr 2015), den Niederlanden (2,03%) und Slowenien (2,00%) beliefen sich die FuE-Ausgaben auf zwischen 2,0% und 2,5% des BIP. Am anderen Ende der Skala lag die FuE-Intensität in zehn Mitgliedstaaten bei unter 1% des BIP: in Lettland (0,44%), Rumänien (0,48%), Zypern (0,50%), Malta (0,61%), Litauen (0,74%), Bulgarien (0,78%), der Slowakei (0,79%), Kroatien (0,84%), Polen (0,97%) und Griechenland (0,99%).

In den letzten zehn Jahren stieg die FuE-Intensität in zweiundzwanzig Mitgliedstaaten an, wobei die höchsten Anstiege in Österreich (von 2,36% im Jahr 2006 auf 3,09% im Jahr 2016, bzw. +0,73 Prozentpunkte, Pp.) und Belgien (+0,68 Pp.) registriert wurden. Im Gegensatz dazu verringerte sich die FuE-Intensität in sechs Mitgliedstaaten, mit den stärksten Rückgängen in Finnland (von 3,34% im Jahr 2006 auf 2,75% im Jahr 2016, bzw. -0,59 Pp.) und Luxemburg (-0,43 Pp.).

Höchster Anteil der FuE-Ausgaben im Unternehmenssektor in Slowenien, Ungarn und Bulgarien…

Generell war der Unternehmenssektor in allen Mitgliedstaaten der wichtigste Sektor, in welchem im Jahr 2016 FuE getätigt wurde. Ausnahmen bildeten Zypern, Lettland und Litauen (wo der Hochschulsektor der bedeutendste Leistungssektor war).

Die höchsten Anteile des Unternehmenssektors an den FuE-Ausgaben registrierten Slowenien (76%), Ungarn (74%), Bulgarien (73%), Irland und Österreich (je 71%) Belgien und Schweden (je 70%) sowie Deutschland (68%). In den letzten zehn Jahren erhöhte sich der Anteil der im Unternehmenssektor geleisteten FuE in zwanzig Mitgliedstaaten und ging in acht zurück.

...im Staatssektor in Rumänien und im Hochschulsektor in Litauen und Portugal

Im Hinblick auf den Staatssektor wurden die höchsten Anteile in Rumänien (33%), Lettland (32%) und Luxemburg (30%) verzeichnet. Die höchsten Anteile der im Hochschulsektor getätigten FuE wurden in Litauen und Portugal (je 45%), Lettland (44%) und Zypern (42%) registriert.

 

 

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