KMK entwickelt Bildungsstandards für erste Fremdsprache weiter

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Die Kultusministerkonferenz (KMK) hat in ihrer 382. Sitzung am 22. und 23.06.2023 die weiterentwickelten Bildungsstandards für die Erste Fremdsprache (Englisch/Französisch) für den Ersten Schulabschluss und den Mittleren Schulabschluss verabschiedet.

Die weiterentwickelten Bildungsstandards lösen die Bildungsstandards aus den Jahren 2003 bzw. 2004 in der ersten Fremdsprache (Englisch/Französisch) für die Sekundarstufe I ab.

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz und Berliner Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, Katharina Günther-Wünsch, betont: »Schülerinnen und Schüler sollen sich inhaltlich, sprachlich und kulturell angemessen am gesellschaftlichen, sozialen und kulturellen Miteinander in Europa und der Welt beteiligen können. Dieses Ziel findet Ausdruck in den Bildungsstandards für die Erste Fremdsprache, die nun nach fast 20 Jahren auf Grundlage der mit den Bildungsstandards gemachten Erfahrungen weiterentwickelt und an aktuelle Entwicklungen, z.B. das Lernen mit digitalen Medien, angepasst wurden.«

Die Bildungsstandards bilden das Rückgrat für die Vergleichbarkeit der schulischen Abschlüsse in den Ländern und sind als Grundlage für das Bildungsmonitoring im IQB-Bildungstrend und den Vergleichsarbeiten VERA 3 und VERA 8 unverzichtbar.

Die weiterentwickelten Bildungsstandards beziehen die aktuellen bildungspolitischen, fachwissenschaftlichen und aus der Schulpraxis und -verwaltung kommenden Impulse ein. Vor dem Hintergrund der Erfahrungen mit den Bildungsstandards aus den Jahren 2003 und 2004 konnten die Bildungsstandards nun differenzierter und konkreter formuliert werden.

Mit diesen Bildungsstandards werden die in der KMK-Strategie »Bildung in der digitalen Welt« formulierten Ziele fachspezifisch aufgegriffen und umgesetzt. Sie leisten somit auch einen wesentlichen Beitrag, die schulische Bildung zeitgemäß und zukunftsfähig zu gestalten. Die digitalen Kompetenzen sind eng mit den anderen Kompetenzbereichen (funktional kommunikativer Kompetenz, interkultureller Kompetenz, Text- und Medienkompetenz, Sprachbewusstheit sowie Sprachlernkompetenz) verknüpft. Schülerinnen und Schüler werden somit darauf vorbereitet, sich kritisch-reflexiv und konstruktiv an gesellschaftlichen, sozialen und kulturellen Aushandlungsprozessen auch digital zu beteiligen.

Die weiterentwickelten Bildungsstandards nehmen das Konzept der plurilingualen Kompetenz des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens auf. Hierunter wird die Kompetenz verstanden, die Menschen aufgrund von kommunikativen Erfahrungen in unterschiedlichen Sprachen und Dialekten entwickeln. Plurilinguale Kompetenz wird im Unterricht in der Fremdsprache entwickelt.

Die Weiterentwicklung der Bildungsstandards erfolgte in einem komplexen Prozess unter Beteiligung aller Länder, von wissenschaftlichen Fachexpertinnen und -experten, Fachdidaktikerinnen und -didaktikern sowie Fach- und Lehrkräfteverbänden in Abstimmung mit den Gremien der Kultusministerkonferenz. Die Koordination des Weiterentwicklungsprozesses hat das Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) übernommen.
Im Juni 2022 wurden bereits die weiterentwickelten Bildungsstandards für Deutsch und Mathematik (Grundschule und Sekundarbereich) veröffentlicht. Im kommenden Jahr (2024) sollen die Bildungsstandards für die Naturwissenschaften überarbeitet und veröffentlicht werden.

QUELLE: KMK


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