Bundesregierung legt 23. BAföG-Bericht vor

BaFöG  3

Die Zahl der BAföG-geförderten Studierenden ist von 2021 bis 2022 um rund 4,4 Prozent gestiegen.

Dies geht aus dem BAföG-Bericht hervor, den die Bundesregierung gestern verabschiedet hat.

Der 23. Bericht der Bundesregierung nach § 35 BAföG umfasst die Jahre 2021 bis 2022. Er dient der Überprüfung von Bedarfssätzen, Frei- und Höchstbeträgen.

Dabei ist laut BAföG-Gesetz »der Entwicklung der Einkommensverhältnisse und der Vermögensbildung, den Veränderungen der Lebenshaltungskosten sowie der finanzwirtschaftlichen Entwicklung« Rechnung zu tragen.

Mit dem 26. und 27. BAföG-Änderungsgesetz wurden die Förderungssätze und Freibeträge deutlich erhöht. Danach erhöhten sich die Gesamtausgaben des Bundes für das BAföG bereits im Jahr 2020 wieder auf fast 2,9 Milliarden Euro. Im Jahr 2022 überstiegen die Gesamtausgaben erstmals seit 2015 wieder 3 Milliarden Euro.

Ein Vergleich der längerfristigen Entwicklung der Bedarfssätze und der Lebenshaltungskosten belegt: Die Bedarfssätze sowohl für Schülerinnen und Schüler als auch für Studierende seit 2001 sind stärker gestiegen als die Verbraucherpreise.

Mit der BAföG-Reform 2022 stieg der Förderhöchstbetrag um rund 8,5 Prozent von 861 auf 934 Euro. Darin enthalten ist der Wohnzuschlag für auswärts Wohnende, der um elf Prozent auf 360 Euro angehoben wurde. Der Kinderzuschlag für eigene Kinder bis 14 Jahre wurde von 150 Euro auf 160 Euro angehoben.

Hintergrund
Den BAföG-Bericht legt die Bundesregierung in der Regel alle zwei Jahre vor.


Ähnliche Themen in dieser Kategorie

30.01.2026

Krise der staatlichen Studienunterstützung: Nur jede siebte Person nutzt öffentliche Fördermittel Staatliche Instrumente zur Studienfinanzierung verlieren in Deutschland massiv an Bedeutung. Wie die eine CHE-Auswertung (»CHECK Studienfinanzierung 2026«) belegt, nehmen derzeit …

30.12.2025

Rückgang der BAföG-Förderung trotz struktureller Reformen Die Anzahl der durch das Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) unterstützten Studierenden in Deutschland ist zwischen 2022 und 2024 leicht gesunken. Wie aus dem aktuellen 24. BAföG-Bericht der Bundesregierung …

28.08.2025

Die Hälfte der Studierenden mit eigener Haushaltsführung verfügt über weniger als 930 Euro im Monat, 50 Prozent der Auszubildenden über weniger als 1.278 Euro Studierende und Auszubildende in Deutschland sind einer deutlichen finanziellen Belastung durch hohe Wohnkosten …

01.08.2025

Im Jahr 2024 erhielten 612.800 Personen Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG). In 2024 ist die Zahl der Personen, die Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (»BAföG«) erhielten, auf ein Rekordtief seit 2000 gesunken. Laut Angaben des …

.
Oft gelesen...