Größte Studierendenbefragung in Deutschland startet

eine für alle

Eine Million Studierende zu Online-Befragung eingeladen 

Am 4. Mai startete die größte Studierendenbefragung, die jemals in Deutschland durchgeführt wurde: Insgesamt rund eine Million zufällig von ihren Hochschulen ausgewählte Studierende sind eingeladen, an der Online-Studie teilzunehmen. Ziel ist es, ein umfassendes Bild über die soziale und wirtschaftliche Situation der Studierenden und ihres Studienalltags zu gewinnen.

Durch eine hohe Befragungsteilnahme lassen sich auch kleine Gruppen von Studierenden repräsentativ abbilden. Dazu gehören zum Beispiel Studierende mit Kind oder Studierende mit gesundheitlicher Beeinträchtigung, Studierende in berufsbegleitenden Studiengängen, ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung und internationale Studierende. Die Erhebung wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und bündelt bisher getrennt durchgeführte Befragungen.

Intention: Die Studierendenbefragung soll ein umfassendes und differenziertes Bild über die Situation von Studierenden in Deutschland erbringen. Mit der neukonzipierten Studierendenbefragung werden mehrere über Jahrzehnte etablierte Studierenden-Befragungen in einer einzigen Studie zusammengeführt – eben »eine für alle«.

Sie integriert

  • die bisherige »Sozialerhebung« des Deutschen Studentenwerks und des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (seit 1951),
  • den bisher von der AG Hochschulforschung der Universität Konstanz durchgeführten »Studierendensurvey« (seit 1982),
  • sowie die Befragung »beeinträchtigt studieren« (best) (seit 2012),
  • über einen separaten Befragungsstrang werden zudem Daten für die europäische Berichterstattung des EUROSTUDENT-Projekts (seit 1997) gesammelt, das die Lage von Studierenden in Deutschland mit anderen Ländern vergleichbar macht.

Die Studierendenbefragung in Kürze:

  • Sie ist die wichtigste und größte Studierenden-Befragung in Deutschland,
  • sie stellt eine wichtige Entscheidungs- und Datengrundlage für die Politik in Deutschland bereit, auch für Hochschulen und Studierendenwerke,
  • sie ist ein zentraler Bestandteil des Bildungsmonitorings in Deutschland; die Daten ergänzen die amtliche Statistik mit Informationen, die keine andere Quelle bietet,
  • sie liefert der Wissenschaft, aber auch den Hochschulen und Studierendenwerken, eine empirische Grundlage für Beratungs- und Forschungszwecke,
  • sie berücksichtigt durch eine hohe Teilnehmendenzahl auch kleine Gruppen von Studierenden, die durch das Raster üblicher Befragungen fallen, zum Beispiel Studierende mit Kind oder Studierende mit gesundheitlicher Beeinträchtigung, Studierende in dualen oder berufsbegleitenden Studiengängen, Studierende ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung, internationale und nicht-traditionelle Studierende,
  • sie ist sensibel für Fragen der Diversität, sozialer Ungleichheit und der Geschlechtsidentität.

Im Mittelpunkt stehen die sozioökonomische und psychosoziale Situation der Befragten wie auch ihre Studien- und Wohnbedingungen und ihre bisherige Bildungskarriere. Da die Corona-Pandemie den Lehr- und Studienbetrieb an deutschen Hochschulen weiterhin bestimmt, werden Studierende auch zu den Herausforderungen des digitalen Lehrbetriebs befragt. Dazu hatte der vom BMBF geförderte Forschungsverbund bereits im Sommer letzten Jahres eine Befragung durchgeführt und wertvolle Einblicke in das studentische Leben während der Corona Pandemie erlaubt.

Ein Drittel der Studierenden wird nach dem Zufallsprinzip von der eigenen Hochschule per E-Mail zur Teilnahme an der Online-Befragung eingeladen. Die Befragungsphase startet heute und dauert bis Ende August 2021. Nach einer intensiven Phase der Datenaufbereitung sind erste Ergebnisse im Jahr 2022 zu erwarten.

 

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