Stärkung von Frauen durch kompetenzorientierte Beratung

ProfilPASS

Der Beitrag des ProfilPASS zur Förderung von Empowerment und Gleichstellung

Durch Erkennen und Entwickeln ihrer individuellen Fähigkeiten und Stärken erhalten Frauen die Möglichkeit, ihren beruflichen Werdegang selbstbestimmt zu gestalten und ihre Ziele zu erreichen. Kompetenzorientierte Beratung bietet einen unterstützenden Rahmen, in dem Frauen ihre Potenziale entfalten können und gleichzeitig auf die Herausforderungen des Arbeitsmarktes vorbereitet werden. Dies stärkt nicht nur ihr Selbstbewusstsein, sondern trägt auch zur Gleichstellung und Förderung von Frauen in verschiedenen Bereichen bei.

Die Einführung des »ProfilPASS für Frauen - Wir schaffen das!« ermöglicht Frauen, die einen beruflichen Wiedereinstieg planen, eine vereinfachte Beratung und Kompetenzerfassung. Durch die Nutzung des ProfilPASSes können diese Frauen ihre individuellen Fähigkeiten und Talente erkennen und dadurch leichter in das Erwerbsleben zurückkehren.

Dahinter steht die Annahme, dass Frauen häufiger von prekären Lebenssituationen bedroht sind. Die Gründe dafür sind vielfältig: Erwerbsunterbrechungen wegen Kinderbetreuung oder Pflege von Angehörigen, Teilzeitarbeit mit geringem Einkommen, Migrations- und Fluchterfahrungen, Alleinerziehung oder Scheidung. Durch die Beratung mit dem ProfilPASS können Frauen ihre Kompetenzen ermitteln und reflektieren, um geeignete Berufsfelder zu identifizieren.

Langfristig haben die gestärkten und erfolgreich reintegrierten Frauen, die ihr Selbstbewusstsein zurückgewonnen haben, auch eine Vorbildfunktion für andere. Der neue ProfilPASS gewinnt vor allem im Kontext der globalen Covid-19-Pandemie an Bedeutung, da diese Krise traditionelle Geschlechterrollen verfestigt und die Situation armutsgefährdeter Frauen verschärft hat.

Hintergrund
Im Rahmen des von der Europäischen Union geförderten Projekts HOPE wurde der ProfilPASS für Frauen als Instrument zur Erfassung von Kompetenzen entwickelt. Hauptziel ist die Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung von Frauen. Dieses Anliegen wird auch von der Europäischen Kommission und den Vereinten Nationen geteilt, die mit der 2010 verabschiedeten Agenda für neue Kompetenzen und Beschäftigungsmöglichkeiten eine Leitinitiative empfohlen haben. Ziel dieser Initiative ist es, den Menschen durch lebenslanges Lernen und den Erwerb von Qualifikationen neue Chancen zu eröffnen und die Beschäftigungsquote zu erhöhen.


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