Dezember 2023: Erwerbstätigkeit mit leichtem Zuwachs

Im Dezember 2023 waren rund 46,0 Millionen Personen mit Wohnort in Deutschland erwerbstätig.

Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) stieg die Zahl der Erwerbstätigen saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat leicht um 23.000 Personen (+0,1 %).

Im November 2023 war die Erwerbstätigenzahl im Vormonatsvergleich um 24.000 Personen und im Oktober 2023 um 13.000 Personen gestiegen. Nach saisonbereinigten Rückgängen im August und September entwickelte sich die Erwerbstätigkeit im 4. Quartal 2023 somit wieder positiv.

Nicht saisonbereinigt ging die Zahl der Erwerbstätigen im Dezember 2023 gegenüber November 2023 wie zum Jahresende üblich zurück, und zwar um 120.000 Personen (-0,3 %). Zuvor war die Erwerbstätigenzahl von September bis November 2023 jeden Monat auf einen neuen historischen Höchststand gestiegen. Der Rückgang im Dezember 2023 fiel dabei etwas stärker aus als im Dezember 2022 (-107.000 Personen; -0,2 %).

Im Vorjahresvergleich verlangsamter Aufwärtstrend

Gegenüber Dezember 2022 stieg die Zahl der Erwerbstätigen im Dezember 2023 um 0,4 % (+203.000 Personen). Im September, Oktober und November 2023 hatte die Vorjahresveränderungsrate jeweils bei +0,5 % gelegen, im Januar und Februar 2023 noch bei +1,0 %. Der langfristige Aufwärtstrend auf dem Arbeitsmarkt setzte sich somit im Vorjahresvergleich mit nachlassender Dynamik fort.

Erwerbstätigenzahl im 4. Quartal 2023 saisonbereinigt 0,1 Prozent höher als im Vorquartal

Im Durchschnitt des 4. Quartals 2023 gab es nach vorläufigen Berechnungen rund 46,2 Millionen Erwerbstätige mit Arbeitsort in Deutschland (Inlandskonzept). Im Vergleich zum Vorquartal stieg die Zahl der Erwerbstätigen saisonbereinigt leicht um 28.000 Personen (+0,1 %) an. Ausführliche Ergebnisse zum 4. Quartal 2023 erscheinen am 16. Februar 2024.

Bereinigte Erwerbslosenquote im Dezember 2023 bei 3,1 Prozent

Im Dezember 2023 waren nach Ergebnissen der Arbeitskräfteerhebung 1,30 Millionen Personen erwerbslos. Das waren 13.000 Personen oder 1,0 % mehr als im Dezember 2022. Die Erwerbslosenquote lag wie im Vorjahresmonat bei 2,9 %.

Bereinigt um saisonale und irreguläre Effekte lag die Erwerbslosenzahl im Dezember 2023 bei 1,37 Millionen Personen und damit um 5.000 Personen höher als im Vormonat November. Die bereinigte Erwerbslosenquote blieb im Vergleich zum Vormonat unverändert bei 3,1 %.

Methodische Hinweise

In allen Meldungen zu Konjunkturindikatoren sind die unterschiedlichen Vergleichszeiträume zu beachten. Im Fokus der Konjunkturbeobachtung steht der Vergleich zum Vormonat beziehungsweise Vorquartal. Hieraus lässt sich die kurzfristige konjunkturelle Entwicklung ablesen. Der Vorjahresvergleich dient dagegen einem längerfristigen Niveauvergleich und ist von saisonalen Schwankungen weitgehend unabhängig.

Neben der Erstberechnung der Erwerbstätigenzahl für den Berichtsmonat Dezember 2023 wurden im Rahmen der turnusmäßigen Überarbeitung der Ergebnisse der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen auch die vorläufigen monatlichen und vierteljährlichen Ergebnisse zur Erwerbstätigkeit im Jahr 2023 neu berechnet. Hierbei wurden alle seither zusätzlich verfügbaren erwerbsstatistischen Quellen einbezogen. Aus der Neuberechnung resultieren für die monatlichen Erwerbstätigenzahlen Vorjahresveränderungsraten, die in den Monaten August und November um 0,1 Prozentpunkte über den bisher veröffentlichten Ergebnissen liegen. Darüber hinaus ergaben sich keine Änderungen.

Die Erwerbstätigenzahlen aus der Erwerbstätigenrechnung unterscheiden sich von denen aus der Arbeitskräfteerhebung, die in den Mikrozensus integriert ist. Die Abweichungen sind wesentlich auf die unterschiedlichen Konzepte (Inländer- beziehungsweise Inlandskonzept) der beiden Statistiken zurückzuführen.

Erwerbstätige und Erwerbslose werden nach dem Erwerbsstatuskonzept der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) gezählt. Die ausgewiesene Erwerbslosigkeit weicht daher von der registrierten Arbeitslosigkeit ab, die von der Bundesagentur für Arbeit entsprechend dem Sozialgesetzbuch ermittelt und veröffentlicht wird. Für die Berechnung der Erwerbslosenquoten werden im Europäischen Statistischen System einheitlich die Ergebnisse der Arbeitskräfteerhebungen zugrunde gelegt.

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