Juli 2023: Erwerbstätigkeit entwickelt sich weiter stabil

Im Juli 2023 waren rund 45,7 Millionen Personen mit Wohnort in Deutschland erwerbstätig. 

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stieg die Zahl der Erwerbstätigen saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat leicht um 15.000 Personen (0,0 %). Im Juni 2023 war die Erwerbstätigenzahl gegenüber dem Vormonat nahezu unverändert geblieben (+1.000 Personen; 0,0 %).

Nicht saisonbereinigt sank die Zahl der Erwerbstätigen im Juli 2023 gegenüber Juni 2023 um 23.000 Personen (-0,1 %). Der Rückgang fiel damit weniger stark aus als im Juli 2022 (-51.000 Personen).

Im Vorjahresvergleich stabiler Aufwärtstrend

Gegenüber Juli 2022 stieg die Zahl der Erwerbstätigen im Juli 2023 um 0,7 % (+333.000 Personen). Im Mai und Juni 2023 hatten die Vorjahresveränderungsraten ebenfalls bei jeweils +0,7 % gelegen. Im Vorjahresvergleich setzte sich somit im Juli 2023 der langfristige Aufwärtstrend auf dem Arbeitsmarkt in konstanter Weise fort.

Bereinigte Erwerbslosenquote im Juli 2023 bei 2,9 Prozent

Im Juli 2023 waren nach Ergebnissen der Arbeitskräfteerhebung 1,33 Millionen Personen erwerbslos. Das waren 144.000 Personen oder 9,7 % weniger als im Juli 2022. Die Erwerbslosenquote sank auf 3,0 % (Juli 2022: 3,4 %).

Bereinigt um saisonale und irreguläre Effekte lag die Erwerbslosenzahl bei 1,29 Millionen Personen und damit um 5.000 Personen oder 0,4 % niedriger als im Vormonat Juni 2023. Die bereinigte Erwerbslosenquote blieb im Juli 2023 im Vergleich zum Vormonat weiterhin bei 2,9 %.

Methodische Hinweise

In allen Meldungen zu Konjunkturindikatoren sind die unterschiedlichen Vergleichszeiträume zu beachten. Im Fokus der Konjunkturbeobachtung steht der Vergleich zum Vormonat bzw. Vorquartal. Hieraus lässt sich die kurzfristige konjunkturelle Entwicklung ablesen. Der Vorjahresvergleich dient dagegen einem längerfristigen Niveauvergleich und ist von saisonalen Schwankungen weitgehend unabhängig.

Neben der Erstberechnung der Erwerbstätigenzahl für den Berichtsmonat Juni 2023 wurden im Rahmen der turnusmäßigen Überarbeitung der Ergebnisse der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen auch die vorläufigen monatlichen, vierteljährlichen und jährlichen Ergebnisse zur Erwerbstätigkeit ab dem Jahr 2019 neu berechnet. Hierbei wurden alle zum jetzigen Berechnungszeitpunkt zusätzlich verfügbaren erwerbsstatistischen Quellen in die Erwerbstätigenrechnung einbezogen.

Aus der Neuberechnung der Erwerbstätigenzahlen resultieren monatliche und vierteljährliche Vorjahresveränderungsraten, die maximal um 0,1 Prozentpunkte nach oben und 0,2 Prozentpunkte nach unten von den bisher veröffentlichten Ergebnissen abweichen. Die Entwicklungsraten der Jahresdurchschnitte bleiben für die Jahre 2019 und 2020 unverändert. Die Jahresdurchschnitte 2021 und 2022 liegen jeweils um 0,1 Prozentpunkte höher.

Die Erwerbstätigenzahlen aus der Erwerbstätigenrechnung unterscheiden sich von denen aus der Arbeitskräfteerhebung, die in den Mikrozensus integriert ist. Die Abweichungen sind wesentlich auf die unterschiedlichen Konzepte (Inländer- beziehungsweise Inlandskonzept) der beiden Statistiken zurückzuführen.

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