Viele Führungskräfte wünschen sich kürzere Arbeitszeit

VorstandssitzungQUELLE: pixabay.com

Rund die Hälfte der Angestellten in Deutschland wünscht sich, weniger zu arbeiten. Das belegt eine aktuelle Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), über die auch der BildungsSpiegel berichtete. Im Durchschnitt würden die Befragten gern vier Stunden weniger pro Woche arbeiten.

Die aktuelle Arbeitsmarktstudie des Personalvermittlers Robert Half zeigt: Dieser Wunsch existiert nicht nur bei Fachkräften – er ist auch unter Führungskräften weit verbreitet. Jeder vierte Personalverantwortliche (40%) gibt an, sich eine Teilzeitstelle vorstellen zu können.

»Arbeitgeber sollten die Debatte um kürzere Arbeitszeiten und größere Arbeitszeitflexibilität sehr ernst nehmen. Schließlich zeigt die Bereitschaft der Angestellten, auf einen entsprechenden Anteil ihres Gehalts zu verzichten, wie wichtig ihnen das Thema ist«, so Sladjan Petkovic von Robert Half. »Es ist bedauerlich, wenn der Wunsch nach mehr Freizeit und Flexibilität automatisch mit weniger Engagement im Job gleichgesetzt wird. Das Bedürfnis nach mehr Zeit für die Familie, eigene Hobbys und Erholung ist über alle Hierarchiestufen weit verbreitet und durchaus gerechtfertigt«.

Win-Win-Situation für Arbeitgeber und Arbeitnehmer

Arbeitgeber sollten das Bedürfnis der Angestellten nach kürzerer Arbeitszeit auch zu ihrem Vorteil nutzen. »Wer dem Wunsch nach reduzierten Wochenstunden entgegenkommt, wird bei der Personalsuche erfolgreicher. Für Jobsuchende ist oft allein die Aussicht darauf, in Zukunft einmal auf eine kürzere Arbeitszeit umstellen zu können, ein entscheidendes Argument für einen Arbeitgeber«, so Petkovic.

 

Warum würden Sie die Chance, in Teilzeit zu arbeiten, wahrnehmen? 

Robert Half AM Studie 2018Quelle: Robert Half Arbeitsmarktstudie 2018, Befragte: 202 Manager in Deutschland, die sich Teilzeitarbeit vorstellen können

 

Unter­neh­men und ihr Wer­te­kom­pass: Die Pri­o­ri­tä­ten bei sozi­a­len und öko­lo­gi­schen Zukunfts­the­men
Quelle: Adobe Stock Top-Priorität haben Qualifikation und Wohlbefinden der Mitarbeitenden Neben ihrer wirtschaftlichen Aufgabe spielen Unternehmen auch eine wichtige Rolle als »soziale Organisationen«. Sie sind für viele Menschen ein zentraler...
Seit Pandemie: Frauen mehr gestresst als Männer
61 Prozent der deutschen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer fühlen sich burnout-gefährdet In der gesamten Bevölkerung ist das Burnout-Risiko in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Ein Viertel der Beschäftigten stuft die eigene Gefährdung...
Recruiting: Aktiv auch um atypische Kandidat*innen kämpfen
Fachkräftemangel erfordert Transformation des Recruitings Die goldenen Zeiten, in denen sich Bewerbungen auf freie Stellen häuften, sind vorbei. Die wenigsten Recruiter*innen sind noch in der einst komfortablen Situation, sich aus hunderten...

Wir benutzen Cookies
Der BildungsSpiegel setzt auf seiner Website sog. Cookies ein. Einige von ihnen sind für den reibungslosen Betrieb essentiell, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern. Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Website zur Verfügung stehen.