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Digitale Schlüsselkompetenzen durch Hybridlehre

DigiTAKS

Wer in Alltag und Beruf bestehen will, braucht Kompetenzen im Digitalen – nicht nur während Corona. Ein Projekt will herausfinden, welches Lehrformat die Kompetenzen von Studierenden am besten fördern kann.

Im Bildungsbereich hat die Corona-Pandemie vielerorts zu einem Umdenken geführt. In der Lehre stellt sich nicht mehr die Frage nach einem Entweder-oder zwischen Online- oder Präsenzformaten. Vielmehr haben sich Hybrid-Lösungen und moderne Kombinationen aus eLearning und Blended Learning als neue Optionen empfohlen. Damit können ortsunabhängig neue Teilnehmendengruppen in die Lehre einbezogen werden, zudem kann es die Kompetenzentwicklung mit digitalen Medien stärken sowie den Umgang mit hybriden Lern- und Arbeitswelten verbessern.

Die Julius-Maximilians-Universität (JMU) Würzburg will diese Form der Lehre wissenschaftlich unter die Lupe nehmen. Die Professur für Erwachsenenbildung/Weiterbildung ist Teil des Verbundprojekts »Digitale Schlüsselkompetenzen für Studium und Beruf – Entwicklung eines Modells zur transformativen digitalen Kompetenzentwicklung Studierender (DigiTaKS*)«.

Die zentrale Frage für das Würzburger Forschungsteam lautet in ihrem Teilprojekt: Welche hybriden Lehr-/Lern-Settings fördern die Entwicklung digitaler Schlüsselkompetenzen?

Große didaktische Herausforderung

Digitale Schlüsselkompetenzen sind laut dem Forschungsteam heute Grundvoraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe und das Bestehen am Arbeitsmarkt. Ihre Entwicklung sei daher eine der zentralen Aufgaben des Bildungssystems – vor allem für die Hochschulen. Das JMU-Team plant daher die didaktische Entwicklung und Untersuchung von hybriden Lehr-Lern-Settings, die auf das Arbeiten in digitalen Kontexten vorbereiten. Studierende sollen dabei gleichzeitig online und in Präsenz an Seminaren teilnehmen können. Sie sollen hybride Seminar- und Kollaborationsformate erleben und auch selbst gestalten, um sich studien- und berufsbezogene Kompetenzen anzueignen.

Das Format soll in einem weiteren Schritt auch mit internationalen Partneruniversitäten der JMU auf internationale Studierende ausgeweitet werden. Langfristig sollen so digitale Tools Fähigkeiten entwickelt werden, welche die digitalen Schlüsselkompetenzen während des Studiums fördern.

»Hybride Lehr-Lernsettings stellen eine große didaktische Herausforderung dar, da Interaktionen zwischen Teilnehmenden vor Ort und im virtuellen Raum gut miteinander orchestriert werden müssen. Wir sehen die Chancen hybrider Settings nicht nur im Rahmen des Infektionsschutzes, sondern auch in der Einbindung von internationalen Teilnehmenden, die nicht in Würzburg vor Ort studieren können«, so Regina Egetenmeyer, Professorin für Erwachsenenbildung/Weiterbildung der JMU.

Sechs Partner deutschlandweit

Im interdisziplinären Verbundprojekt DigiTaKS* arbeiten insgesamt sechs Partner zusammen: Die Professur für Weiterbildung und lebenslanges Lernen sowie die EDV-Koordinationsleitung der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg, das Fachgebiet Erwachsenenbildung an der Universität Duisburg-Essen, WeTeK Berlin gGmbH, Institut für Angewandte Informatik – InfAI e.V. und das Team der JMU. Start war im Sommer 2021, die geplante Projektdauer ist auf Ende 2024 angelegt.

Hintergrund
Gefördert und finanziert wird das Projekt vom Zentrum für Digitalisierungs- und Technologieforschung der Bundeswehr (dtec.bw) und ist dort im Forschungscluster »Organisation-Personal-Arbeit-Leardership (OPAL)« verortet.

 

Wissenschaftliche Ansprechpartner:

 

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