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OECD: Geschlechtergerechtigkeit in Zahlen

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Anlässlich des Weltfrauentags am 8. März verweist die OECD auf das aktualisierte OECD Gender Portal. Wer sich für Geschlechterfragen interessiert, findet hier eine Fülle an aktuellen Informationen und Statistiken. Rund 75 Indikatoren beleuchten das Geschlechtergefälle in Arbeitsmarkt, Bildung, Gesundheit, Politik und vielen weiteren Bereichen.

Jüngste Daten zeigen kleine Fortschritte im Bereich der Arbeitswelt: Seit knapp zehn Jahren wächst die Beschäftigungsquote bei Frauen schneller als bei Männern. Trotzdem bleibt sie im OECD-Schnitt fünf Prozentpunkte darunter (in Deutschland ca. 7,5 Prozentpunkte, in Österreich ca. neun). Weiterhin arbeiten weit mehr Frauen in Teilzeit und weit mehr Männer in Leitungspositionen. Schaut man auf die 500 größten multinationalen Konzerne, findet man in den Aufsichtsräten nur zu 16 Prozent Frauen. Selbst dort, wo Frauen am stärksten in Aufsichtsräten vertreten sind – bei Firmen, die Haushaltsgüter produzieren – besteht die Chefetage zu vier Fünfteln aus Männern.

Weil sich dieser Trend in den letzten zehn Jahren allerdings abgeschwächt hat und nun sowohl mehr Männer in Teilzeit arbeiten als auch mehr Frauen in Führungspositionen, hat sich auch das geschlechtsspezifische Lohngefälle verringert: von 14,4 Prozent in 2010 auf 13,2 Prozent in 2017. Eine größere Lohnlücke haben unter anderem Deutschland und Österreich mit 16,2 bzw. 15,4 Prozent. Deutlich zeigen sich die Auswirkungen des Lohngefälles der Vergangenheit im Rentengefälle von heute. Frauen über 65 beziehen im OECD-Schnitt 25 Prozent weniger Rente als Männer, mancherorts (wie in Deutschland, Luxemburg und den Niederlanden) sogar über 40 Prozent weniger.

 

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