talentCAMPus: Kulturbildungsprogramm für Kinder und Jugendliche

Kultur macht stark

Volkshochschulen setzen Engagement für bessere Bildungschancen benachteiligter junger Menschen fort

Die Volkshochschulen in Deutschland setzen ihr erfolgreiches Ferienbildungsprogramm talentCAMPus für weitere fünf Jahre fort. Dafür hat der Deutsche Volkshochschul-Verband nun die Förderzusage des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) erhalten.

Im Bundesprogramm »Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung« stehen für talentCAMPus bis Ende 2027 insgesamt 25 Millionen Euro zur Verfügung. Die Ferienbildungsprojekte, die Volkshochschulen gemeinsam mit ihren Bündnispartnern vor Ort organisieren, unterstützen Kinder und Jugendliche darin, ihre kreativen Potenziale zu entfalten, neue Lernerfahrungen zu sammeln und Bildungsbarrieren zu überwinden.

Der DVV-Vorsitzende Martin Rabanus wertet die Fortsetzung des Bundesprogramms »Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung« als wichtigen Beitrag zu mehr Chancengerechtigkeit für junge Menschen aus Risikolagen. »Der Bund erkennt mit diesem Programm an, dass mit kultureller Bildung Fähigkeiten und Kompetenzen gefördert werden können, die Welt mit kulturell-kreativen Mitteln wahrzunehmen und Zukunft anders und neu zu gestalten. Dass gerade Kinder und Jugendliche mit dem Programm angesprochen werden, die Bildungsbarrieren erfahren, steigert seine Bedeutung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und setzt wichtige bildungspolitische Signale«, betont Martin Rabanus.

Der talentCAMPus richtet sich an Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 18 Jahren. In Ferienbildungsprojekten über eine oder mehrere Wochen lernen die Teilnehmenden, sich auf kreative Weise mit den eigenen Erfahrungen und mit ihrer Umwelt auseinanderzusetzen und ihre Gedanken und Ideen zum Ausdruck zu bringen. Sie schreiben Songtexte, entwickeln Theaterstücke oder Tanzchoreographien, gestalten Collagen oder Graffitis, drehen Filme oder nehmen Podcasts auf. Gleichzeitig stärkt talentCAMPus auch Schlüsselkompetenzen wie digitale und Medienkompetenz, Kommunikation, die Arbeit im Team und den konstruktiven Umgang mit Konflikten.

Seit dem Start im Jahr 2013 wirken die Volkshochschulen am Bundesprogramm »Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung« mit. Mit fast 5.000 Ferienbildungsprojekten haben sie seither mehr als 100.000 junge Menschen von Flensburg bis Garmisch-Partenkirchen und von Aachen bis Görlitz erreicht. »Vielerorts sind stabile Bündnisse unterschiedlicher Akteure entstanden. Das ist eine enorme Bereicherung der lokalen Bildungslandschaften«, resümiert der DVV-Vorsitzende.

Nach der offiziellen Zusage durch das BMBF wird der DVV nun in Kürze die Förderbekanntmachung für talentCAMPus auf www.talentcampus.de veröffentlichen. Ab dann können Anträge für 2023 gestellt werden

 


  VERWEISE  


 

VHSsen beklagen verlorenes Jahr für die digitale Weiterbildung in Deutschland
DVV: Förderprogramm in die digitale Infrastruktur von Volkshochschulen nicht in Sicht Der Bundeshaushalt für 2023 enthält erneut keine Mittel für eine Initiative digitale Weiterbildung, wie sie die KMK zusammen mit den kommunalen Spitzenverbänden...
Personalie: Dr. Hanna Beißert erhält Qualifikationsprofessur an der Goethe-Universität Frankfurt
Neue Qualifikationsprofessur erforscht die Rolle von Herkunft und Geschlecht für die Bildung Der soziale und kulturelle Hintergrund sowie das Geschlecht üben einen starken Einfluss auf die Bildungschancen und Bildungswege von Kindern und...
Ukrainische Kinder: Gute Chancen im deutschen Schulsystem
QUELLE: pixabay Aus der Ukraine geflüchtete Schüler*innen haben gute Chancen im deutschen Bildungssystem Eine ifo-Auswertung der PISA-Studie 2018 zeigt, dass auf einen hinreichenden Bildungsstand in der Ukraine aufgebaut werden kann. »Das...

Wir benutzen Cookies
Der BildungsSpiegel setzt auf seiner Website sog. Cookies ein. Einige von ihnen sind für den reibungslosen Betrieb essentiell, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern. Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Website zur Verfügung stehen.