DAAD stellt Arbeit in Russland ein

DAAD

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) stellt seine Arbeit in der Russischen Föderation ein

Das russische Justizministerium hatte den DAAD am 10. Februar zur »unerwünschten Organisation« erklärt. Infolge dieser Entscheidung werden das DAAD-Büro in Moskau sowie das vom DAAD verantwortete »Deutsche Wissenschafts- und Innovationshaus« (DWIH) Moskau geschlossen.

»Wir bedauern diese Entscheidung der russischen Regierung. In den vergangenen Jahren gab es vor Ort weiterhin Interesse an DAAD-Stipendien für Studien- oder Forschungsaufenthalte in Deutschland. Zugleich gilt: Am Tag des russischen Angriffs auf die Ukraine haben wir im Konsens mit den anderen Wissenschaftsorganisationen festgelegt, dass es keine politischen und institutionellen Kontakte mehr mit Russland gibt und auch keine Stipendien mehr für ein Studium in Russland«, sagte DAAD-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee. »Unverändert sind rund 10.500 russische Studierende an deutschen Hochschulen eingeschrieben, und Russinnen und Russen können sich, zum Beispiel aus Drittländern, weiterhin auf DAAD-Stipendien bewerben.«

Das russische Justizministerium hat den DAAD am 10. Februar gemeinsam mit weiteren Organisationen auf die Liste der Organisationen gesetzt, deren Tätigkeit in Russland als unerwünscht gilt. Der DAAD ist daher gezwungen, seine Arbeit in Russland einzustellen. Die Auswahlverfahren für Stipendien in Russland müssen gestoppt werden; das DAAD-Büro sowie das DWIH Moskau werden geschlossen. DAAD-Stipendien für russische Studierende, Promovierende, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die bereits in Deutschland sind, laufen weiter.

Hintergrund
Aktuell sind rund 200 russische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger mit einem DAAD-Stipendium für ein Studium oder einen Forschungsaufenthalt in Deutschland.
Der DAAD hatte zuletzt jährlich rund 170 Stipendien an russische Studierende, Promovierende, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für Aufenthalte in Deutschland vergeben. 


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