Mehr Beteiligung durch Begleitung: Startschuss für Weiterbildungsmentoring
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Bundesweites Förderprogramm für Weiterbildungsmentoring gestartet
Mit der Bewilligung von 35 Pilotprojekten durch das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat die praktische Umsetzung der neuen Förderrichtlinie zur Etablierung von Weiterbildungsmentorinnen und -mentoren begonnen.
Das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) finanzierte Programm zielt darauf ab, die Weiterbildungsquote von formal gering- oder nichtqualifizierten Beschäftigten signifikant zu erhöhen. Insgesamt 72 Zuwendungsempfänger arbeiten in Einzel- oder Verbundstrukturen zusammen, um den Zugang zu beruflicher Qualifizierung direkt in der Arbeitswelt zu erleichtern und die individuelle berufliche Entwicklung zu stärken.
Qualifizierung und betriebliche Verankerung
Die auf drei Jahre angelegten Forschungs- und Entwicklungsprojekte konzentrieren sich auf die Ausbildung und strategische Positionierung von Vertrauenspersonen im Betrieb. Diese Mentorinnen und Mentoren agieren entweder unmittelbar in den Unternehmen oder in überbetrieblichen Netzwerken.
Ihre Aufgabe besteht darin, individuelle Bildungsbedarfe frühzeitig zu identifizieren, bestehende Hemmschwellen gegenüber Lernprozessen abzubauen und den Aufbau einer nachhaltigen Lernkultur in der Belegschaft zu moderieren. Durch die direkte Ansprache auf Augenhöhe sollen insbesondere jene Beschäftigten erreicht werden, die bisher kaum von klassischen Fortbildungsangeboten profitieren konnten.
Fokus auf Mittelstand und Sozialpartnerschaft
Ein Kernaspekt der Initiative ist die Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU), die häufig über geringere Ressourcen für ein systematisches Personalentwicklungsmanagement verfügen.
Die Umsetzung erfolgt unter enger Einbindung der Sozialpartner: Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände entwickeln gemeinsam tragfähige Konzepte, um die berufliche Bildung praxisnah zu gestalten. Das Spektrum der Projekte ist dabei breit gefächert und umfasst sowohl branchenübergreifende Ansätze als auch spezifische Lösungen für Sektoren wie das Handwerk, den Handel, das Gesundheitswesen und die öffentliche Verwaltung. Durch diese regionale und fachliche Streuung wird eine flächendeckende Wirksamkeit des Programms im gesamten Bundesgebiet angestrebt.
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