Entrepreneurship: Jugendliche setzen auf Selbstverwirklichung und Innovation
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Gründungsinteresse als Bildungschance
Bei der »Generation Z« fallen oft Begriffe wie »unverbindlich« oder »überfordert«. Doch viele Jugendliche engagieren sich in Nachhaltigkeitsprojekten und übernehmen Verantwortung. Zukunft aktiv zu gestalten kann auch bedeuten, selbst zu gründen.
Dabei stellt sich die Frage: Welche Kompetenzen wie Initiative, Belastbarkeit und Selbstmanagement bringen sie mit? Und hängen diese Fähigkeiten mit dem Gründungsinteresse zusammen?
Ein Blogbeitrag von Chantal Lepper und Sandra Zillinger auf Schule21 geht diesen Fragen nach.
Generation Z: Vorurteile versus Realität
Oft wird die »Generation Z« mit Begriffen wie »unverbindlich« oder »nicht belastbar« beschrieben. Studien des Leibniz-Instituts für Sozialwissenschaften (GESIS) zeigen jedoch, dass sich viele junge Menschen engagieren, Verantwortung übernehmen und aktiv nachhaltige wie kreative Projekte starten. Hier zeigt sich eine aktive Haltung, die gesellschaftliche Mitgestaltung in den Mittelpunkt rückt.
Gründungsinteresse als Schlüsselkompetenz
Das Interesse an Gründungen ist mehr als ein Trend. Fachleute heben hervor, dass hinter dem »Gründungsinteresse« oft Selbstwirksamkeit, Gestaltungswille und Problemlösefähigkeit stehen.
Diese Kompetenzen sind nicht nur für Gründer*innen relevant. Organisationen und Unternehmen suchen zunehmend Menschen mit Innovationskraft, die Verantwortung übernehmen – »Intrapreneurship« ist hier das Stichwort. In einer VUCA-Welt, die von Unsicherheit und Komplexität geprägt ist, sind diese Fähigkeiten für berufliche Weiterentwicklung und den Arbeitsmarkt zentral.
Konkrete Zahlen: Was die Jugendbefragung zeigt
Eine Auswertung von Daten von rund 1.700 jungen Menschen verdeutlicht, dass mehr als die Hälfte eine Gründung ernsthaft in Erwägung zieht.
Die eigene Einschätzung zu Kompetenzen wie Initiative oder Belastbarkeit fällt bei diesen Personen deutlich positiver aus als bei Gleichaltrigen ohne Gründungsinteresse. Auffällig ist der besonders große Unterschied bei Führungskompetenz und Durchsetzungsvermögen.
Weniger relevant scheint das soziale Umfeld: Überfachliche Kompetenzen korrelieren unabhängig vom Bildungshintergrund der Eltern mit dem Gründungsinteresse.
Chancen für den Arbeitsmarkt und die persönliche Entwicklung
Wer frühzeitig eigene Stärken und Entwicklungspotentiale erkennt, schafft eine solide Basis für den sich ständig wandelnden Arbeitsmarkt. Gründungsinteresse fördert mehr als unternehmerisches Denken. Es unterstützt überfachliche Kompetenzen, die für digitale Transformation, Innovation und nachhaltige Karrierewege zunehmend unverzichtbar sind.
VERWEISE
- GESIS-Kurzbericht »Soziale, emotionale und selbstregulatorische Kompetenzen & Gründungsinteresse« ...
- vgl.: »Unternehmerisches Denken junger Menschen braucht echte Gestaltungsräume« ...
- siehe auch: »Zukunftsrelevante Kompetenzen und Gründungsinteresse bei jungen Menschen: Was junge Menschen sich zutrauen« ...
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