KI in der HR: Größter Nutzen bei administrativen Prozessen

Randstad-ifo-HR-Befragung Q3 2025
KI bringt vor allem bei der Administration Vorteile
Der Nutzen von KI im Personalwesen wird von knapp zwei Dritteln der befragten Unternehmen als »gering« oder »eher gering« eingeschätzt. Insbesondere administrative Tätigkeiten wie Vertragsmanagement oder Dokumentenerstellung profitieren laut 44 Prozent der Firmen, die KI bereits im HR-Bereich einsetzen.
In weiteren Bereichen wie Mitarbeiterkommunikation und Recruiting werden Einspareffekte seltener gesehen. Für die kommenden drei Jahre erwarten Unternehmen eine spürbare Zunahme des KI-Nutzens vor allem in der Personalplanung, -entwicklung und Analyse der Mitarbeiterzufriedenheit.
Unterschiedliche Bewertungen je nach Unternehmensgröße
Großunternehmen berichten tendenziell von einem höheren Nutzwert durch KI als kleinere Betriebe. Nur 1 Prozent der Großunternehmen sehen keinen Nutzen von KI im HR-Bereich, während dieser Wert bei Kleinunternehmen bei rund 30 Prozent liegt.
Entsprechend investieren größere Betriebe auch häufiger in Weiterbildungen zur künstlichen Intelligenz für ihre Mitarbeitenden.
KI im Recruiting: Fokus auf Stellenausschreibungen
Im Recruiting kommt KI häufig beim Verfassen (70 Prozent) und Platzieren (55 Prozent) von Stellenausschreibungen zum Einsatz, vor allem in der Industrie und etwas seltener im Handel und bei Dienstleistern.
Vereinzelte Anwendungen finden sich auch im Bereich der Vorauswahl von Bewerbungen, der Analyse von Lebensläufen sowie beim Einsatz von Chatbots, etwa für Kommunikation mit Bewerbenden oder sogar für Interviews.
Wenige Unternehmen bieten KI-Schulungen an
Trotz wachsender Bedeutung bietet nur etwa ein Drittel der Unternehmen Fortbildungen zum Thema KI an. Großunternehmen sind hierbei Vorreiter, in Kleinunternehmen werden Schulungen selten durchgeführt, auch wenn ein Fünftel zumindest einen Ausbau plant.
KI-erstellte Bewerbungen stoßen mehrheitlich auf Skepsis
Mehr als die Hälfte der Unternehmen sieht Bewerbungen, die offensichtlich mit KI erstellt wurden, kritisch, prüft sie aber dennoch. Die Skepsis ist in der Industrie am höchsten.
Kleinbetriebe lehnen solche Bewerbungen häufiger grundsätzlich ab, während größere Unternehmen seltener zu dieser Maßnahme greifen.
Wöchentliche Höchstarbeitszeit wird differenziert bewertet
Die Hälfte der Unternehmen betrachtet den Wechsel zu einer wöchentlichen Höchstarbeitszeit positiv und nennt eine größere Flexibilität als Hauptgrund dafür. Ablehnung kommt vor allem von Unternehmen, die eine Mehrbelastung der Angestellten oder schwer umsetzbare flexible Abläufe fürchten.
Während in Großunternehmen rund 72 Prozent die wöchentliche Arbeitszeit begrüßen, sind es bei Kleinunternehmen nur 42 Prozent. Die Relevanz ist somit eng an die betriebliche Größe gekoppelt.
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