Bundeskabinett beschließt den Siebten Armuts- und Reichtumsbericht

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Die Bundesregierung hat den Siebten Armuts- und Reichtumsbericht verabschiedet und damit den gesetzlichen Auftrag erfüllt, regelmäßig über soziale Ungleichheit zu informieren.

Der Bericht deckt den Zeitraum der COVID-19-Pandemie sowie die anschließende Inflations- und Energiepreiskrise ab. Er zeigt, wie stark diese Krisen die materiellen und sozialen Lebensbedingungen vieler Menschen verändert haben. Grundlage bilden amtliche Daten und aktuelle Forschung.

Neue Schwerpunkte im Überblick

Ein zentrales neues Schwerpunktthema ist die Nichtinanspruchnahme von Mindestsicherungsleistungen. Der Bericht zeigt, dass zahlreiche Anspruchsberechtigte Leistungen nicht abrufen und damit sozialpolitische Maßnahmen an Wirkung verlieren. Als Gründe werden Informationsdefizite, Stigmatisierungsrisiken und komplexe Zugangswege diskutiert.

Erstmals wurde ein eigenständiger Beteiligungsprozess umgesetzt. Menschen mit Armutserfahrung konnten ihre Perspektiven einbringen, was laut Bericht zu einer differenzierteren Analyse beigetragen habe. Diese partizipative Erweiterung soll künftige Berichte stärken.

Neu ist zudem die Betrachtung der sozialen Folgen des Klimawandels und der Dekarbonisierung. Der Bericht beschreibt, welche Herausforderungen für einkommensschwache Haushalte entstehen und welche Chancen sich aus klimabezogenen Transformationsprozessen ergeben.

Prozess der Berichtserstellung

Ein Beraterkreis aus Verbänden, Institutionen und Fraktionsvertretungen sowie ein wissenschaftliches Gutachtergremium begleiteten die Erstellung des Berichts. Das BMAS informierte nach eigenen Angaben in mehreren Symposien fortlaufend und transparent über Forschungsstände, Schwerpunkte und Zwischenergebnisse. Ziel war es, den Bericht fachlich breit abzusichern.

Resümee

Der Siebte Armuts- und Reichtumsbericht erweitert die Analyse sozialer Ungleichheit um neue Daten, Perspektiven und Beteiligungsformate. Er zeigt, wie Krisen, Transformationsprozesse und soziale Sicherungssysteme ineinandergreifen und welche strukturellen Reformbedarfe sichtbar werden.

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