Erwerbstätigkeit im Oktober 2025: Nahezu unverändert gegenüber September

Im Oktober 2025 waren rund 46 Millionen Menschen mit Wohnort in Deutschland erwerbstätig.

Erwerbstätigkeit im Oktober 2025: Stabilisierung auf hohem Niveau, aber Arbeitslosigkeit steigt

Der Arbeitsmarkt in Deutschland zeigte im Oktober 2025 Stabilität: Die Zahl der Erwerbstätigen mit Wohnort in Deutschland bewegte sich saisonbereinigt nahezu nicht — doch die Arbeitslosigkeit legte im Jahresvergleich zu.

Erwerbstätigkeit im Oktober 2025 stagniert saisonbereinigt

Laut einer Meldung des Statistische Bundesamt (Destatis) blieb die Zahl der Erwerbstätigen im Oktober 2025 im Vergleich zum Vormonat saisonbereinigt nahezu unverändert. Es waren rund 46,0 Millionen Personen mit Wohnort in Deutschland erwerbstätig. Das entspreche einem Rückgang von lediglich 2.000 Personen, also 0,0 Prozent. 

Unbereinigt stieg die Zahl gegenüber September 2025 um 115.000 Personen (+ 0,3 Prozent). Dieser Zuwachs fiel etwas geringer aus als der durchschnittliche Oktober-Anstieg der Jahre 2022–2024 (+ 127.000). 

Vorjahresvergleich zeigt leichten Rückgang

Im Vergleich zum Oktober 2024 sank die Zahl der Erwerbstätigen um 59.000 Personen (– 0,1 Prozent). Damit setzt sich ein seit Mai 2025 beobachteter Abwärtstrend im Vorjahresvergleich fort. 

Arbeitslosigkeit nimmt zu

Nach Ergebnissen der Arbeitskräfteerhebung waren im Oktober 2025 1,56 Millionen Personen erwerbslos — das waren 117.000 mehr als im Oktober 2024, entsprechend einem Anstieg um 8,1 Prozent. Die gemeldete Erwerbslosenquote stieg von 3,2 Prozent auf 3,5 Prozent. 

Saisonbereinigt lag die Zahl der Erwerbslosen bei 1,66 Millionen und damit 5.000 Personen über dem Vormonat. Die bereinigte Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 3,8 Prozent. 

Einordnung und Bedeutung

Die Stabilisierung der Erwerbstätigenzahl trotz saisonaler Schwankungen signalisiert eine gewisse Robustheit des Arbeitsmarktes. Der zugleich ansteigende Rückgang gegenüber dem Vorjahr sowie die wachsende Arbeitslosigkeit deuten jedoch auf zunehmende Unsicherheiten hin.

Das Potenzial an Erwerbstätigen wächst kaum mehr, während der Druck auf den Arbeitsmarkt steigt. 

Methodische Hinweise

In allen Meldungen zu Konjunkturindikatoren sind die unterschiedlichen Vergleichszeiträume zu beachten: Im Fokus der Konjunkturbeobachtung steht der Vergleich zum Vormonat beziehungsweise zum Vorquartal. Hieraus lässt sich die kurzfristige konjunkturelle Entwicklung ablesen. Der Vorjahresvergleich dient dagegen einem längerfristigen Niveauvergleich und ist von saisonalen Schwankungen weitgehend unabhängig.

Die Erwerbstätigenzahlen aus der Erwerbstätigenrechnung unterscheiden sich von denen aus der Arbeitskräfteerhebung, die in den Mikrozensus integriert ist. Die Abweichungen sind vor allem auf Unterschiede der in beiden Statistiken eingesetzten Methoden und Verfahren zurückzuführen, basieren aber in Teilen auch auf nicht vollständig übereinstimmenden Definitionen. Hintergrundinformationen zu den Ergebnisunterschieden bieten die Erläuterungen zur Statistik.

Mit der Veröffentlichung zum Berichtsmonat April 2025 hat das Statistische Bundesamt die Hochrechnung der monatlichen Ergebnisse aus der Arbeitskräfteerhebung rückwirkend ab 2009 auf Bevölkerungseckwerte umgestellt, die auf Basis des Zensus 2022 ermittelt wurden. Ausführliche Informationen zum Mikrozensus und zur Umstellung auf den Zensus 2022 bietet eine Sonderseite im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes. Auswirkungen auf den Bereich der Arbeitsmarktberichterstattung werden auf einer Themenseite dargestellt.

Erwerbstätige und Erwerbslose werden nach dem Erwerbsstatuskonzept der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) gezählt. Die ausgewiesene Erwerbslosigkeit weicht daher von der registrierten Arbeitslosigkeit ab, die von der Bundesagentur für Arbeit entsprechend dem Sozialgesetzbuch ermittelt und veröffentlicht wird. Für die Berechnung der Erwerbslosenquoten werden im Europäischen Statistischen System einheitlich die Ergebnisse der Arbeitskräfteerhebungen zugrunde gelegt.


  VERWEISE  
  • QUELLE: Nach einer Destatis-Meldung ...

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