Digitalisierung im Job: 62 Prozent nutzen bereits Künstliche Intelligenz

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Digitalisierung und KI: BAuA-Studie zeigt tiefgreifende Veränderungen in der Arbeitswelt

Die fortschreitende Digitalisierung und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) prägen die Arbeitswelt in Deutschland zunehmend.

Eine neue Studie, die zweite Befragung zur Verbreitung und den Auswirkungen von Digitalisierung und Wandel der Beschäftigung (DiWaBe 2.0), liefert aktuelle Einblicke in diese Entwicklung.

Nutzung von KI-Anwendungen nimmt zu

Laut der Untersuchung setzen bereits 62 Prozent der Beschäftigten in Deutschland KI-Technologien ein. Besonders auffällig ist, dass viele dieser Anwendungen, wie Chatbots oder Übersetzungsprogramme, informell genutzt werden, ohne dass sie vom Arbeitgeber offiziell eingeführt wurden.

Die Studie wurde von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) in Zusammenarbeit mit mehreren Forschungseinrichtungen durchgeführt.

Fokus auf Qualifikation und Tätigkeitsbereiche

Die Ergebnisse zeigen, dass vor allem höher qualifizierte Beschäftigte verstärkt auf KI setzen. Während nur etwa ein Drittel der Personen ohne Bildungsabschluss KI-Anwendungen nutzt, liegt dieser Anteil bei Hochschulabsolvent*innen sowie Fachkräften mit Meister- oder Technikerausbildung bei fast 80 Prozent.

Besonders in Bereichen wie Programmierung, Mathematik und schreibintensiven Tätigkeiten hat sich die Nutzung von KI in den letzten fünf Jahren stark ausgeweitet.

Auswirkungen auf Arbeitsbedingungen

Die Studie beleuchtet auch die Folgen des KI-Einsatzes am Arbeitsplatz. Beschäftigte, die regelmäßig KI verwenden, berichten von einer gesteigerten Arbeitsautonomie, gleichzeitig aber auch von einer höheren Arbeitsintensität.

Erste Analysen deuten jedoch darauf hin, dass die Nutzung von KI keine direkten gesundheitlichen Beeinträchtigungen verursacht.

Grundlage für künftige Forschung

Die DiWaBe-Studie bietet eine wichtige Datengrundlage für die Erforschung der Wechselwirkungen zwischen technologischen Entwicklungen und beruflichen Anforderungen. Ziel ist es, langfristig die Auswirkungen des technologischen Wandels auf die Arbeitswelt besser zu verstehen und kausal zu analysieren.


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