Digitale Ausstattung in deutschen Schulen: Herausforderungen und Ziele

95 Prozent der Lehrer*innen haben Zugang zu einem Computer, Notebook oder Tablet und 27 Prozent erhalten eine Home-Office-Ausstattung, die über ein mobiles Arbeitsgerät hinausgeht. Jedoch erhält nur jede zehnte Lehrkraft von ihrer Schule ein Smartphone gestellt
Die digitale Transformation des deutschen Schulsystems ist in vollem Gange, doch es gibt noch erhebliche Herausforderungen.
Eine repräsentative Befragung des Digitalverbands Bitkom unter 502 Lehrkräften der Sekundarstufen I und II zeigt, dass fast alle Lehrerinnen und Lehrer (95 Prozent) Zugang zu digitalen Geräten wie PCs, Laptops oder Tablets in der Schule haben. Allerdings erhalten nur etwa ein Viertel (27 Prozent) zusätzliche technische Ausstattung für ihr Home Office.
Herausforderungen im Home Office
Lehrkräfte nutzen ihre Arbeitszeit zu Hause häufig für die Unterrichtsvorbereitung und -nachbereitung. Daher betont Dr. Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des Bitkom, dass eine angemessene technische Ausstattung auch im Home Office gewährleistet sein sollte.
Aktuell nutzen 59 Prozent der Lehrkräfte einen stationären PC, während 80 Prozent über mobile Arbeitsgeräte verfügen. Ein Diensthandy ist jedoch selten: Nur jede zehnte Lehrkraft erhält ein Smartphone vom Arbeitgeber.
Ziele für die digitale Zukunft
Um das Schulsystem ins digitale Zeitalter zu überführen, fordert der Bitkom eine langfristig gesicherte Finanzierung der digitalen Ausstattung und einen Fokus auf die Vermittlung digitaler Kompetenzen. Dazu gehören klare Zielvorgaben, technische Standards und eine gemeinsame Vision für die Zukunft des Schulsystems.
Diese Vorschläge sind im Bitkom-Positionspapier »Bildung 2030« zusammengefasst.
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