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Arbeitsmarkt Oktober 2016: Erwerbstätigkeit steigt im Vorjahresvergleich um 0,8 Prozent

destatisIm Oktober 2016 waren nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) rund 43,7 Millionen Personen mit Wohnort in Deutschland erwerbstätig. Gegenüber Oktober 2015 nahm die Zahl der Erwerbstätigen um 359.000 Personen oder 0,8 % zu. Die Erwerbstätigkeit steigt zwar weiterhin, nicht aber in dem Tempo der Monate des ersten Halbjahres, in denen noch Zuwachsraten zum Vorjahr zwischen 1,1 % und 1,3 % erzielt wurden. Erwerbslos waren im Oktober 2016 rund 1,7 Millionen Personen, 118.000 weniger als ein Jahr zuvor.

Erwerbstaetige Oktober 2016Im Vormonatsvergleich erhöhte sich nach vorläufigen Ergebnissen der Erwerbstätigenrechnung die Zahl der Erwerbstätigen im Oktober 2016 im Zuge der Herbstbelebung um 87.000 Personen oder 0,2 %. Der Anstieg gegenüber September war jedoch geringer als im Durchschnitt der letzten fünf Jahre (+ 111.000 Personen). Saisonbereinigt, das heißt nach rechnerischer Ausschaltung der üblichen jahreszeitlich bedingten Schwankungen, nahm die Erwerbstätigenzahl im Oktober 2016 gegenüber dem Vormonat geringfügig um 13.000 Personen zu.

Nach Ergebnissen der Arbeitskräfteerhebung lag die Zahl der Erwerbslosen im Oktober 2016 bei 1,73 Millionen Personen. Im Vergleich zum Vormonat nahm sie um 4,8 % oder 83.000 Personen zu. Bereinigt um saisonale und irreguläre Einflüsse, betrug die Zahl der Erwerbslosen 1,78 Millionen Personen und lag damit um rund 14.000 Personen unter dem Ergebnis des Vormonats. Die bereinigte Erwerbslosenquote lag im Oktober 2016 bei 4,1 % und damit 0,1 Prozentpunkte niedriger als einen Monat zuvor.

Methodische Hinweise:
Die Erwerbstätigenzahlen aus der Erwerbstätigenrechnung und aus der Arbeitskräfteerhebung unterscheiden sich. Die Abweichungen sind auf die unterschiedlichen eingesetzten Konzepte der beiden Statistiken zurückzuführen.

Erwerbstätige und Erwerbslose werden nach dem Erwerbstatuskonzept der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) gezählt. Die ausgewiesene Erwerbslosigkeit darf deswegen nicht mit der registrierten Arbeitslosigkeit verwechselt werden, die von der Bundesagentur für Arbeit entsprechend dem Sozialgesetzbuch veröffentlicht wird. Für die Berechnung der Erwerbslosenquoten werden im Europäischen Statistischen System einheitlich die Ergebnisse der Arbeitskräfteerhebung zugrunde gelegt.