Weiterbildungsguide gr

Anzeige

Anzeige

 

ANZEIGEN

Anzeige

Weiterbildung

Personalmanagement

Beruf & Arbeit

Alternative Strategien der Personalwirtschaft

IAQ

Kooperation trotz Konkurrenz

Minijobs, Leiharbeit oder auch befristete Verträge sind die üblichen Maßnahmen, mit denen Firmen kostengünstig und auf dem Rücken der Belegschaft auf Nachfrageschwankungen reagieren. Dass es auch anders geht, zeigt eine aktuelle Studie des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen (UDE). Der Königsweg sind betriebliche Kooperationen, bei denen Personal unternehmensübergreifend eingesetzt wird.

Im Auftrag des Bundesforschungsministeriums untersuchten Johannes Kirsch (IAQ) und Prof. Dr. Markus Hertwig (z.Zt. TU Chemnitz) zentrale personalwirtschaftliche Instrumente und kamen zum Ergebnis, dass die »kooperative Personalwirtschaft« das Beste für alle Beteiligten ist. Sie funktioniert so: Hat ein Unternehmen wenig Aufträge, verleiht es sein Personal an seine Kooperationspartner. Ist dagegen viel zu tun, bekommt die Firma qualifizierte Mitarbeiter vom Partnerunternehmen überlassen.

Vorteil: Die betroffenen Beschäftigten profitieren von sichereren Arbeitsplätzen und müssen weder Kurzarbeit noch Einkommenseinbußen erdulden. Langfristig können die beteiligten Unternehmen mit diesen Instrumenten qualifiziertes Personal rekrutieren, binden und damit dem Fachkräftemangel vorbeugen.

Die Studie analysiert die Entstehungsvoraussetzungen, Funktionsweisen und Probleme der Modelle. Ebenso enthält sie »Hinweise für die Praxis«, denn »diese Kooperation umzusetzen, ist oft ein großes Stück Arbeit«, wissen die Autoren. Denn Konkurrenz spielt auch in der Personalwirtschaft eine große Rolle: Selbst wenn Betriebe auf Produktmärkten nicht im Wettbewerb stehen, können sie auf dem Arbeitsmarkt einen erbitterten Kampf um Personal austragen. »Vertrauen, das meist über Jahre aufgebaut werden muss, ist hier das ‚Schmiermittel‘, mit dem Unternehmen die Unsicherheit gegenüber Nutzen und Risiken kooperativer Personalwirtschaft überwinden«.

 

 

  LINKS  

 

Das könnte Sie auch interessieren...

Schadet die Universitätsbürokratie der Hochschullehre?
Hochschullehrerumfrage zeigt große Unzufriedenheit mit Reformen  Fast die Hälfte ihrer Arbeitszeit sind Universitätsprofessoren heute nicht mehr mit Forschung und Lehre...
DSW: Keine Studiengebühren in Baden-Württemberg
Deutsches Studentenwerk und die Studierendenwerke Baden-Württembergs kritisieren Vorhaben der schwarz-grünen Landesregierung. Gemeinsame Stellungnahme listet Kritikpunkte auf...
Interesse an einem Sprachreisen-Stipendium?
Studierende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz können sich für ein Stipendium bewerben, das ihnen eine kostenlose zweiwöchige Sprachreise nach Malta (Englisch),...
[Standpunkt]: Führungskräfte sind keine Coaches
{tab Beitrag} Ein Beitrag aus unserer »Standpunkte«-Reihe von Sabine Prohaska, Wien. In der modernen Arbeitswelt stehen die Mitarbeiter immer häufiger vor neuen Aufgaben und...
Realeinkommen nehmen seit 1991 weniger zu als die Wirtschaftskraft
DIW: »Erste Anzeichen für wieder steigende Einkommensungleichheit«: Realeinkommen steigen im Durchschnitt, untere Einkommensgruppen haben heute aber weniger als vor 25 Jahren...
Nur jeder vierte Chef kann seine Mitarbeiter psychisch positiv beeinflussen
74 Prozent der Vorgesetzten in deutschen Unternehmen sind nur mittelmäßig oder kaum dazu in der Lage, die seelische Widerstandsfähigkeit ihrer Beschäftigten zu stärken....
Industrie 4.0: Wissenslücken der Führungskräfte bremsen digitale Transformation aus
Das fehlende Wissen der Führungskräfte ist das größte Hindernis bei der digitalen Transformation der deutschen Industrie. Drei von vier Unternehmen beklagen das mangelnde...
Geschlechterquote zeigt erste Wirkung in Aufsichtsräten
DIW Managerinnen-Barometer 2017: DIW Berlin untersucht insgesamt mehr als 500 Unternehmen – Frauen sind in Spitzengremien großer Unternehmen noch immer deutlich in der...
Neues Lernen: Tablet statt Tafel
Berufsbildungspersonal muss das »neue Lernen« lernen • Mittelstand sieht Digitalisierung als Wachstumschance   Digitaler Wandel benötigt qualifiziertes Personal...
Bildungsreform 2.0 gefordert
Eine bessere Fortbildung für Lehrer hat Andreas Schleicher, der für PISA-Studien Zuständige bei der OECD, in einem Interview mit der Rheinischen Post gefordert.  &...
Das Bildungs- und Forschungsjahr 2016 in Zahlen
125.000 begabte Fachkräfte wurden in den letzten 25 Jahren mit Hilfe des Weiterbildungsstipendiums dabei unterstützt, sich weiter zu qualifizieren. Das Stipendium kann für...
Mehr Frauen in Arbeit führen zu Innovationsschub für Deutschland
Großes Aufholpotenzial bei politischen Rahmenbedingungen, Infrastruktur und gesellschaftlicher Grundeinstellung - Deutschland bei Frauenerwerbstätigkeit, Frauen in Fü...

iwwb