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BIBB-Präsident: »Kleinbetriebe und Berufsschulen brauchen mehr Unterstützung!« 

Politik und Wirtschaft müssen Maßnahmen und Initiativen ergreifen, um den Stellenwert der beruflichen Bildung in Deutschland zu stärken. Dies betont der Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Friedrich Hubert Esser, aus Anlass des heute offiziell beginnenden Ausbildungsjahres 2017/2018.

»Trotz anhaltend hoher Beschäftigung und einer neuen Rekordzahl offener Stellen in der Wirtschaft, geht die Zahl der Auszubildenden und der ausbildenden Betriebe, vor allem im kleinbetrieblichen Bereich, weiter zurück. Wir laufen damit Gefahr, den Ast abzusägen, auf dem wir sitzen«, warnt Esser. »Denn die Auszubildenden von heute sind die in der deutschen Wirtschaft so dringend benötigten Fachkräfte und Meister von morgen«.

Es komme jetzt darauf an, gerade die Ausbildungsbereitschaft und -fähigkeit von Klein- und Kleinstbetrieben in Handwerk und Industrie wieder zu stärken. »Diese Betriebe bilden das Rückgrat der Wirtschaft«, stellt der BIBB-Präsident fest. Angesichts des herrschenden Bildungstrends sowie der demografischen Entwicklung benötigen sie dringend mehr Unterstützung im Wettbewerb um Nachwuchs mit Hochschulen und Großbetrieben. Esser sieht hier vor allem die Selbstorganisationen der Wirtschaft gefordert, wie Kammern, Kreishandwerkerschaften und Innungen, da diese nah bei den Betrieben sind, deren Vertrauen genießen und bedarfsgerechte Services und Dienstleistungen erbringen können – von der Berufsorientierung über die Ausbildungsvertragsanbahnung bis zur Ausbildungsbegleitung. Die Politik müsse dies durch die Verbesserung von Rahmenbedingungen für die Umsetzung ausbildungsunterstützender Instrumente, wie zum Beispiel die Einstiegsqualifizierung oder die Assistierte Ausbildung, begleiten.

Letztendlich werden derartige Maßnahmen nach Auffassung des BIBB-Präsidenten aber ins Leere laufen, wenn es nicht gelingt, Klein- und Kleinstbetriebe sowohl als Ausbildungsbetriebe wie auch als Anbieter ansprechender Beschäftigungsperspektiven gleichermaßen mehr ins Interessensspektrum junger Leute zu rücken. Stellschrauben hierfür sind vor allem die Ausbildungsqualität, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, die Vergütungen sowie die Aufstiegsmöglichkeiten. »Wenn es hier nicht substanziell zu Fortschritten kommt, wird der Trend in die Hörsäle und weg von den Werkbänken anhalten«.

Parallel hierzu muss sich die Politik verstärkt dafür einsetzen, die Berufsschulen als gleichberechtigten zweiten dualen Lernort in der beruflichen Bildung wieder attraktiver zu machen. Dies reiche angesichts der fortschreitenden Digitalisierung der Arbeitswelt von notwendigen Investitionen in die Ausstattung der Berufsschulen bis hin zu Initiativen zur Lehreraus- und -fortbildung. Schon jetzt zeichneten sich in den Berufsschulen große Nachwuchsprobleme ab, insbesondere in den gewerblich-technischen Fächern. »Lehrer und Lehrerin an berufsbildenden Schulen muss wieder ein attraktiver Beruf werden«, so Esser.

 

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